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Landesgruppe Berlin

Durch Übung zur „Meisterschaft“




Durch Übung zur „Meisterschaft“
Berliner Reservisten festigen ihre militärischen Grundlagen
 
Am letzten Tag zeigte sich der Februar von seiner besten Seite: bei strahlendem Sonnenschein und angenehmen Temperaturen waren etwa 50 Reservisten in die Julius-Leber-Kaserne gekommen, um erneut in das „große Ein-mal-Eins“ der Infanterie zu üben.
Wie bereits im Januar stand bei der Dienstlichen Veranstaltung unter der Leitung Oberstabsbootmanns d.R. Hans Lilge praktische Waffenausbildung und theoretische Objekt- und Sicherungsschutzausbildung im Mittelpunkt. Ziel ist es, die Reservisten Schritt für Schritt am „Sandkasten“-Modell soweit in der Materie zu festigen, dass sie dann in der Praxis sicher handeln, wenn Ende März auf dem Standortübungsplatz die Einrichtung, Sicherung und Verteidigung eines Gefechtsstandes geübt wird. Extra  dafür hat der Leiter des „ Arbeitskreises Unteroffiziere“ (AKRU), Stabsunteroffizier d.R. Karl-Peter Pützer, das betreffende Gelände im Modell nachgebaut: optimale Voraussetzungen also für die theoretische Ausbildung.
Die theoretische Einführung, die dem Vier-Stationen-Kreislauf voran ging, konzentrierte sich auf Aufgaben, Aufbau und Durchführung von Patrouille und Spähtrupp. Klar wurde dabei der wichtigste Unterschied heraus gearbeitet: während der Spähtrupp die Situation und die feindlichen Stellungen aufklärt, ist es Aufgabe der Patrouille, zu kontrollieren, Informationen zu gewinnen und Präsenz zu zeigen. Entsprechend unterschiedlich das Auftreten: ist die Patrouille erkennbar und kaum geschützt, agiert der Spähtrupp quasi unsichtbar im Verborgenen. Umso wichtiger daher, dass jeder Soldat genau wissen muss, was Auftrag und Absicht der Gruppe ist. Korrekte Befehlsschemata und klare Anweisungen der Führung sind unabdingbar. Sie wurden ausführlich besprochen und später von den Gruppenführern abverlangt. Dass es jedoch nicht einfach ist, den korrekten und inhaltlich klaren Befehl zu formulieren, zeigte sich in der praktischen Ausführung.
Dass das Maschinengewehr MG 3 eine nicht ganz einfache Waffe ist, werden wohl viele Soldaten bestätigen. Von den Reservisten vielfach geübt, bedarf sie trotzdem einer regelmäßigen Ausbildung, um die sichere Handhabung, das Zerlegen und Zusammensetzen, die Sicherheitsüberprüfung und die Ladetätigkeiten fehlerfrei durchzuführen. Nur durch stetiges Üben kann die eine oder andere Lücke beseitigt und der bei Reservisten manchmal ungleiche Ausbildungsstand nivelliert werden. Auch die Pistole P 8, als weitere Standardwaffe der Reservisten, wurde an diesem Ausbildungstag geübt: auch hier ist die sichere Handhabung wesentliche Voraussetzung, wenn später im Jahr mit Gefechtsmunition geschossen werden soll.
Ebenfalls ein zweites Mal in diesem Jahr wurde die Granatpistole 40 mm geübt und die notwendigen Voraussetzungen am AGSHP geschossen. Zerlegen, Zusammensetzen, Anschlagsarten und die sichere Handhabung der Waffe waren die gesteckten Ausbildungsziele, die von allen Reservisten erreicht wurden. Eines der Etappenziele, die auf dem Weg zur großen Übung „Berliner  Bär“ zu erreichen war. Denn dann werden die in einzelnen Ausbildungen geübten Inhalte zusammengefügt und in einer umfangreichen Gesamtlage abgefordert. Ein durchdachtes, weil schrittweises Vorgehen, das den Reservisten ein Erfolgserlebnis garantieren wird.
Ralph Erlmeier

Der Sandkasten bietet ideale Voraussetzungen für die theoretische Ausbildung

Befehlsausgabe an den Spähtrupp unter den strengen Augen der Dienstaufsicht durch Major Matthias Beulich.

Muss immer wieder geübt werden – das Maschinengewehr MG 3.

Vorbildiche Ausbildung am der Granatpistole 40 mm durch Hauptfeldwebel d.R. Matthias Graßmehl.

Viel Freude bei der Ausbildung Granatpistole 40 mm: Stabsunteroffizier d.R. Witt

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