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Ein großes militärgeschichtliches Abenteuer …




Ein großes militärgeschichtliches Abenteuer …

Christel Focken, langjähriges Mitglied im Verband der Reservisten, hat ihre Abenteuerlust zum Beruf gemacht – die Militärhistorikerin erforscht und führt durch alte Bunker- und Verteidigungs-anlagen. Vor allem Bauten aus der Zeit des Zweiten Weltkrieges sind für sie von besonderem Interesse – viele noch verborgen oder unerforscht.
„Mein Opa war Marinestabsingenieur und zuständig für die Großkampfschiffe“, erzählt Christel Focken. „Mit sechs Jahren berichtete er mir von Zügen, mit denen Schiffsmotoren in Tunnel gefahren wurden, um sie vor Luftangriffen zu schützen. Das hat mich elektrisiert – die „Tunnelratte“ war geboren.“  Über Jahre war Militärgeschichte nur ein Hobby:  jede Gelegenheit wurde genutzt, in Deutschland und den Nachbarländern Bunker, Verteidigungs- und Tunnelsysteme zu erforschen, noch unbekannten zu entdecken. Schließlich hat sie ihr Hobby zum Beruf gemacht und sich zur anerkannten militärhistorischen Expertin in diesem Themenbereich emporgearbeitet….
Warum der Fokus auf die Zeit des Nationalsozialismus? „ Während die Bunker und Anlagen aus der DDR bereits alle bekannt sind“, so die Historikerin. „ sind aus der Zeit des Nationalsozialismus noch viele unentdeckt. Damals hat man immer wieder Anlagen gebaut, versteckt und sehr gut getarnt… Diese Anlagen heute zu finden, ist eines der letzten militärgeschichtlichen Abenteuer!“
Fockens Spezialgebiet ist der sogenannte „Ostwall“. Jahrelang forscht sie bereits an diesem Thema, engagiert sich für den Erhalt, erarbeitet mit den polnischen Kommunen Vermarktungskonzepte. Die Polen danken es ihr: heute ist sie Ehrenbotschafterin für die Festungsanlage im Auftrag der Städte Mi?dzyrzecz (Meseritz) und  Lubnów (Liebenau) und besitzt als einzige deutsche Staatsbürgerin eine Grabungsgenehmigung für Polen.
Über die Jahre hat sich das Interessensgebiet der Militärhistorikerin, die seit 2007 auch Vorsitzende des „Bundesverbandes Privater Historiker“ ist, mehr und mehr erweitert. Der Atlantikwall in Dänemark, Bunkersysteme in Tschechien, die sogenannten „Führerhauptquartiere“, vor allem „Riese“ im Eulengebirge, werden von ihr erforscht. Bereits fünf Bücher hat sie veröffentlicht, 2013 war sie als wissenschaftliche Beraterin für den Fernsehdokumentation „Geheimnisvolle Orte -Hitlers Schloss in Schlesien“ tätig. 
Regelmäßig führt Christel Focken Interessierte durch die Anlagen. Dafür bietet die passionierte „Bikerin“ eine große Auswahl von Führungen an, die sich vom „Ostwall bis nach Dänemark erstreckt.  Ein-Tages-, Wochenend-, und Mehrtagestouren – bei Interesse auch als geführte Motorradtour. Als ausgewiesene Fotografin führt sie außerdem auch Praxis-Seminare in „Technischer Fotografie“ durch. Etwa 35 € pro Person kostet die Führung, Bundeswehrangehörige und Reservisten erhalten Rabatte.  Geschichte hautnah erleben, durch verborgene Stollen, Tunnel und Bunker – ein Hauch von Abenteuer inklusive. 
Nähere Informationen zur Geschichte und den Führungen:
www.ostwall-reisen.de oder per Telefon: Christel Focken: 0176 / 75 00 51 52

Kein Bunker ist zu eng – Die Militärhistorikerin Christel Focken.

Einstieg in eine verborgene Welt –  Besucher einer Führung Christel Fockens. 

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