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Anerkennung von höchsten Stellen!

 
Viel Prominenz aus Militär, Politik und Gesellschaft kam am 11. Juni 2015 auf den Friedhof der orthodoxen jüdischen Gemeinde „Adass Jisroel“, um dort die Arbeit der 15 Soldaten und Reservisten zu würdigen. Seit dem 01. Juni waren diese im Einsatz, um die Anlage zu pflegen. Bereits seit 2000 unterstützt die Bundeswehr die Kriegsgräberfürsorge auf diversen jüdischen Friedhöfen in Berlin.
 
Oberstabsgefreiter Robert Dahley vom „Feldjäger Regiment 1“ ist bereits das sechste Mal dabei. Zusammen mit seinen Kameraden des Wachbataillons, des Kommando Territoriale Aufgaben der Bundeswehr (KdoTerrAufgBw) und den Reservisten der Landesgruppe Berlin pflegt er seit Tagen die Anlage und die Gräber des jüdischen Friedhofs der orthodoxen Gemeinde „Adass Jisroel“. Er findet, dass dieser Einsatz einen „sinnvollen Zweck“ erfüllt und spricht damit aus, was auch seine anderen Kameraden bewegt. Als deutscher Soldat Anteil haben, an der Wiederherstellung und Pflege der jüdischen Friedhöfe, über die in der jüngeren Geschichte viel Unheil und Zerstörung  hinweggefegt sind. Viele der jungen Soldaten und der Reservisten melden sich deshalb auch mehrmals freiwillig zu diesem Einsatz, der zweimal im Jahr auf Anfrage des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge e.V. durch das KdoTerrAufgBw organisiert und durchgeführt wird.
 
Feldwebel d.R. Michael Drechsler und Gefreiter d.R. Ulf Otto sind beide bereits das 15mal im Einsatz; sie kennen die Geschichte der Friedhöfe und die Besonderheiten der Orte. Wie auf anderen jüdischen Friedhöfen sind die Gräber im „Besitz der Toten“ und daher unauflöslich, Grabsteine werden im Gedenken an den Verstorbenen mit Steinen „geschmückt“, der Friedhof darf nur mit Kopfbedeckung betreten werden. Besonders streng ist man jedoch hier mit dem Essen: da auf dem Gelände keine Fleisch- und Wurstwaren verzehrt werden dürfen, kocht die Gemeinde für die Soldaten und verköstigt diese. Für den reibungslosen Ablauf der Einsätze ist seit Jahren Stabsfeldwebel d.R. Friedrich verantwortlich, zusammen mit seinem Projektoffizier Major Beulich organisiert er in monatelanger Arbeit die Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung.
 
Um dieses große freiwillige Engagement entsprechend zu würdigen, kamen am 11. Juni der Vorstand der Gemeinde „Assad Jisroel“ Dr. Mario Offenberg, zusammen mit Brigadegeneral Michael Matz (Standortaufgaben Berlin), Oberstleutnant Gewehr (Abteilung Standortaufgaben Berlin), den Botschafter Israels, Russlands, Weißrusslands und Lettlands (als Repräsentantin des EU-Ratspräsidenten), dem amerikanischen Militärattaché und Vertretern des Bundesministeriums der Verteidigung und des Volksbundes. Sie dankten den Soldaten und Reservisten für diesen Einsatz, der so wichtig ist für die Beziehungen der Bundeswehr und den Juden in Berlin.
 
Ralph Erlmeier

 Bild 1: Anerkennung von höchster Stelle – viel Prominenz aus Politik, Militär und Gesesllschaft sagen „Danke“.

Bild 2: Aktive und Reservisten arbeiten Hand in Hand für den guten Zweck.

Bild 3: „Eine sinnvolle Sache“ , findet Oberstabsgefreiter Robert Dahley.

Bild 4: Die Reservisten der Berliner Landesgruppe im Einsatz auf dem Jüdischen Friedhof.

Bilder 1,2 und 3 (KdoTA/Kehrberg).
Bild 4: Ralph Erlmeier

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