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Bildautor: Jan-Peter Neumann

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Seit vielen Jahren unterstützen Bundeswehr und die Landesgruppe Berlin den „Volksbund deutsche Kriegsgräberfürsorge“ (VdK) in der Pflege jüdischer Friedhöfe in Berlin. Als eine ungemein „bereichernde Erfahrung“ von „enormer Wichtigkeit“ beschreiben Berliner Reservisten die Arbeit in den jeweils zweiwöchigen Einsätzen im Juni und Oktober. Der General für Standortaufgaben und viele weitere hohe Funktionsträger aus Politik, Militär und Religion sprechen ihnen dafür regelmäßig ihre Anerkennung aus.

Eine emsige Geräuschkulisse aus Motorsensen, Rasenmähern, Laubbläsern, Äxten und Sägen überlagert die ansonsten sengende Stille des heißen Berliner Sommers 2018. Im Laufe eines Jahres haben sich viel Laub und Äste auf dem Friedhof der israelitischen Synagogengemeinde „Adass Jisroel“ angesammelt. Das Gras steht knapp eineinhalb Meter hoch. Jede Menge Arbeit wartet auf die Einsatzkräfte. Insgesamt 15 Kameraden haben sich für den Zeitraum vom 11. bis 22. Juni gemeldet. Nicht jeder kann jedoch die kompletten zwei Wochen mitarbeiten. Aber kein Problem! Flexible Einsatzzeiten werden so weit wie möglich berücksichtigt. Jeder einzelne Tag zählt und kann helfen!

Feldwebel d.R. Jan-Peter Neumann ist in diesem Jahr zum ersten Mal dabei. Aus Interesse und auch um als Landesvorstandsmitglied Präsenz zu zeigen, hat er sich gemeinsam mit sechs weiteren Reservisten, davon zwei französischen Kameraden, gemeldet. Im Vorfeld gab es einige Diskussionen um die Zukunft der Kriegsgräberpflege in Berlin: in letzter Zeit sind ältere Kameraden weggebrochen, da sie dieser teils schwere Einsatz zu sehr forderte. Im Gegenzug haben jüngere Kameraden diese Lücke nicht gleichwertig ausfüllen können, oftmals auch aus Unwissenheit über einen möglichen flexiblen Zeitansatz. Um sich vor Ort selbst ein besseres Bild machen zu können, hatte sich Neumann extra eine Woche Urlaub genommen und plant in der Folge, mit dem Landesvorstand künftig die bestehenden Möglichkeiten bestmöglich auszugestalten.

Schnell war klar, dass die Arbeit körperlich durchaus herausfordernd ist. „Aber jeder sich seine Arbeit entsprechend seinen Möglichkeiten selbst einteilen“, so Naumann. Um das Gelände wieder mit Licht fluten zu können, wurden Bäume von Ästen befreit, teilweise ganze Bäume zerlegt und weg gebracht. Die meiste Arbeit bestand aber darin, das Gras zu kürzen und auf den Kompost zu verbringen. Wie seit vielen Jahren leitete die Durchführung der Kriegsgräberpflege leitet Stabsfeldwebel d.R. Thomas Friedrich. Mit viel Erfahrung gelang es ihm die verschiedenen Anliegen und Interessen der jüdischen Gemeinde, der Bundeswehr, der Reservisten, der Presse und Besucher zu koordinieren und stets gegenüber allen Beteiligten den richtigen Ton zu treffen.

Bundeswehr und Politik quittieren dieses freiwillige und ehrenamtliche Engagement regelmäßig mit höchster Anerkennung. Auch in diesem Jahr ließ es sich der General Standortaufgaben, Brigadegeneral Henne, nicht nehmen, zusammen mit der Botschafterin Spaniens, der Generalsekretärin des „VdK, dem Rabbi der jüdischen Synagogengemeinde und anderen Funktionsträgern den Soldaten und Reservisten für Ihren Einsatz zu danken.

„Diese Arbeit erweitert den Horizont enorm, deren öffentliche Anerkennung ist eine wichtige Erfahrung“, fassen die Berliner Reservisten ihre Eindrücke zusammen. Die Gräberpflege auch in Zukunft zu sichern und die guten Kontakte zu den jüdischen Gemeinden Berlins engagiert fortzuführen, ist auch erklärter Wille des Berliner Landesvorstandes. Wie in vielen Bereichen der Verbandsarbeit liegt es jedoch nun in der Verantwortung gerade der jüngeren Kameraden, diese wichtige Traditionen weiter mit Leben zu füllen. Neue Interessenten durch umfangreiche Informationsarbeit zu erreichen und durch größtmögliche Flexibilität zu gewinnen, spielt dabei die zentrale Rolle.

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