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Mit dem Spaten im Märkischen Sand…




Mit dem Spaten im Märkischen Sand…
 
„Objektschutz mit Sicherung und Überwachung“ war das Schwerpunktthema des ersten Übungs-platzaufenthaltes der  Berliner Reservisten in diesem Jahr. Eingebettet in eine Echtzeitlage setzten die etwa 60 Soldaten in die Praxis um, was sie die Monate zuvor am „Sandkasten“ gelernt hatten.
Bei den meisten Reservisten haben die Spaten sicherlich seit ihrer Grundausbildung nicht mehr so „geglüht“, wie am vorletzten Märzwochenende auf dem Standortübungsplatz „Döberitzer Heide“. Beim „Verschanzen“, sprich dem Aushub und Aufbau von Stellungen und Alarmposten, gruben sich die Kameraden metertief in den Märkischen Sand. Nicht auf bestehende Anlagen zurückgreifen, sondern Objektschutz „von der Pike auf“, war gefordert. In die Übung integriert: ein Schießen der kleinen Kampfgemeinschaft mit Gewehr G 36 und Maschinengewehr MG3.
Für die Soldaten hieß das, Gräben ausheben, drei Alarmposten mit Alarm- und Ausweichstellungen einrichten, die Maschinengewehre, teils auf Lafette, positionieren und eine Streife einrichten, um die Verbindung zu halten. Parallel dazu das Objekt absichern, Sicherungsdraht und „Spanische Reiter“ aufbauen, Zugänge kontrollieren und eine KFZ-Schleuse einrichten. Das Besondere: den ganzen Tag wurde eine Lage in Echtzeit simuliert, nach der feindliche Truppen sich auf das eigene Objekt zubewegten, Infrastruktur zerstörten und den Angriff planten. Nicht auf einzelnen Stationen, sondern in einem Szenario aus einem Guss wurden so die diversen Objektschutzmaßnahmen geübt.
Möglichst geräuschlos und unsichtbar bewegte sich der Spähtrupp durch den Wald. Es galt, mögliche feindliche Bewegungen aufzuklären, den unterirdischen Wasserspeicher, das Holzlager und die Verbindungsstraßen zu überwachen und zu sichern. Nach 60 Minuten dann die Meldung an den Zugführer: keine feindlichen Kräfte erkundet, wohl aber zwei Zivilisten identifiziert. Nun wurde die Patrouille in Bewegung gesetzt: in Schützenreihe, aufgegliedert in Zweierteams, setzte er sich in Marsch, vorsichtig aber für alle sichtbar in Richtung des Zielobjektes. Dann der Kontakt zu den Zivilisten: Sicherheit herstellen, Personenüberprüfung und das Aufklärungsgespräch – möglichst viele Informationen sammeln, so der Auftrag der Patrouille. Fallschirmspringer wurden gesichtet, Unbekannte hatten sich in der Nähe des Reservoirs aufgehalten und wieder in den Wald zurückgezogen. Die Anzeichen verdichten sich: der Feind rückt näher und bereitet seine Attacke vor.
15.30 h, es ist kalt, es nieselt, die Soldaten haben Stellung bezogen, erwarten den Feind, der sich von Südwest auf das eigene Objekt zu bewegt. Ein Spähtrupp hat diverse Sprengfallen identifiziert. Es herrscht gespannte Ruhe – dann bricht der erste Schuss. Das Lager wird massiv angegriffen, der Feind kann jedoch zurück geworfen werden. Er zieht sich auf den gegenüberliegenden Hügel zurück. Nun der Gegenangriff: Im Schutz des Deckungsfeuers stellen etwa 10 Soldaten dem Feind nach, bekämpfen ihn und versprengen ihn auf hintere Linien. Auftrag ausgeführt – die Lage ist stabilisiert!
Abgerundet wurde der Gefechtsdienst durch den am Sonntag durchgeführten Leistungsmarsch. Bei idealen Voraussetzungen absolvierten alle knapp 30 teilnehmenden Reservisten ihren Marsch erfolgreich, überwiegend in der Stufe „Gold“. Wie das ganze Wochenende unterstütze die Reservistenkameradschaft RK 02 „Infanterieregiment 67“ um seinen Vorsitzenden Oberstleutnant d.R. Winfried Bachstein auch den Marsch hervorragend und trug wesentlich zum Gelingen des erfolgreichen Ausbildungswochenendes bei: erfolgreich durch das zukunftsgerichtete Konzept und durch die hohe Motivation der Teilnehmer und Organisatoren!

Ralph Erlmeier, Karl-Peter Pützer

Die Spaten glühten – Zwei Soldaten beim „Verschanzen“.

Die Patrouille unterwegs zum Wasserspeicher.

Abgekniet am Zielobjekt… erst mal die Lage erkunden

Am Zuggefechtsstand – abgetarnt im Wald

Kontakt mit Zivilpersonen – Auftrag der Patrouille: möglichst viel Informationen sammeln.

Die Patroullie arbeitete sich vor -aufgegliedert zu zwei Personenteams

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