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Landesgruppe Berlin

Verteidigen will gelernt sein




Mit dem „Husar 2017“ führten die Berliner Reservisten am ersten Aprilwochenende ihren ersten von insgesamt fünf Truppenübungsplatzaufenthalten durch. Knapp 40 Kameraden kamen, um die „Gruppe in der Verteidigung“ zu üben. Vieles war dabei neu gewesen, was aber dem Erfolg keinen Abbruch tat.

In der KFZ-Schleuse waren die beiden Soldaten gerade noch dabei ein Fahrzeug zu kontrollieren, als links des befestigten Lagers plötzlich Schüsse zu hören waren. Ein Angriff der feindlichen Kräfte! Schnell war die Schleuse abgeriegelt, die KFZ-Insassen vorläufig festgesetzt, bei gleichzeitiger, konsequenter Erwiderung des Feuers durch die Gruppe im Lager. Doch schon schallte eine Maschinengewehrsalve des Alarmpostens an der rechten Flanke durch die Luft. Granatbeschuss und schweres Feuergefecht waren zu hören. Das muss der Hauptangriff gewesen sein, während am Lager nur ein Scheingefecht zur Ablenkung stattgefunden hat. Die heiße Phase der Übung hat begonnen…

Mit ihren zunehmenden Eskalationsstufen hatte die Abschlussübung die Soldaten noch einmal richtig gefordert. In mehreren Phasen wurde all das abgerufen, was zuvor in den einzelnen Stationen geübt wurde: Durchführung eines Alarmpostens, einer „KFZ- und Personen-Schleuse“ sowie im Schwerpunkt der geführte Feuerkampf in der Verteidigung. Dabei funktionierte der Übergang aus der Stationsausbildung in die Abschlussübung reibungslos. Und dies trotz der hohen Dichte an Kameraden, die neu in leitender Funktion eingesetzt waren.
 

Doch darin liegt ja gerade der besondere Mehrwert der „nichtbeorderten Reservistenarbeit“, wie der Gesamtleitende Oberstleutnant d.R. Ralph Erlmeier nicht müde wurde zu betonen. „Hier kann man lernen, üben und sich ausprobieren“. Das gelte nicht nur für Reservisten mit unterschiedlichem Ausbildungsstand, sondern auch für „erfahrenere“ Kameraden in der Beorderung, die die Möglichkeit haben, in neuen Funktionen zu üben, um später in ihrer Beorderungseinheit sicherer aufzutreten. Dabei ist das Angebot an militärischer Ausbildung gerade in Berlin besonders qualitätsvoll und umfangreich; ein Umstand, der nicht zuletzt dem engagierten Einsatz der Reservistenabteilung um Major Matthias Beulich und Stabsfeldwebel Ulrich Naujocks zu verdanken ist.

Text und Fotos: Ralph Erlmeier


Fotos
1: Ausgebildet und umgesetzt! Vorbildliche Alarmpostenstellung.
2: Befehlsausgabe unter Gefechtsbedingungen
3: Der Feind versucht durchzubrechen. Granatbeschuss am rechten Flügel.
4: Klare Ansage ist entscheidend! KFZ vor der Schleuse.

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