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Bezwingen des Kletterturms

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Gratulation der Siegermannschaft

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Siegermannschafe "RSU Kp Berlin"

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Anfang Mai führten die Berliner Reservisten ihren traditionellen Mauerwegmarsch durch. Noch mehr wie bislang standen die zivil-militärische Zusammenarbeit und – 30 Jahre nach dem Mauerfall – die Geschichte der geteilten Stadt im Vordergrund. Wettkämpfer, Funktionspersonal und Organisationsteam zeigten vollen Einsatz und wurden mit einem großen Erfolg belohnt.

Mit letzter Kraft, eisernem Willen und vollem Einsatz hat gerade Obergefreiter d.R. Reinhard Köhler den Kletterturm bezwungen; der 68-Jährige ist er der älteste Wettkämpfer beim Mauerwegmarsch 2019. Mit großer Bewunderung hat Projektoffizier Oberstleutnant d.R. Ralph Erlmeier diesen Kampf beobachtet und war von der Leistung so beeindruckt, dass er bei der abschließenden Siegerehrung diesen Einsatz vor allen Versammelten als vorbildhaft für alle Reservisten würdigte. Vielleicht das denkwürdigste Beispiel für das hervorragende Engagement, aber sicherlich auch symptomatisch für den Einsatz aller Beteiligten an diesem Tag!

Etwa 150 Reservisten, aktive Soldaten, Einsatzkräfte und Zivilisten aus dem gesamten Bundesgebiet und dem Ausland waren gekommen, um sich am Wettkampf oder seiner Durchführung zu beteiligen. Beim morgendlichen Antreten standen 16 Mannschaften bereit, um sich den zu stellen. Eine beachtliche Anzahl, die auch den Bezirksbürgermeister Neuköllns, Martin Hikel (SPD) und den Schirmherren, Dr. Fritz Felgetreu (SPD), Bundestagsabgeordneter des Bezirkes Neukölln und langjähriger Unterstützer der Berliner Reservisten, und beeindruckte. In Ihren Ansprachen dankten Sie für das Engagement der Reserve und würdigten den Mauerwegmarsch in seiner Außenwirkung für die Reservisten und die Bundeswehr.

In diesem Jahr galt es schnellstmöglich 16 Kilometer entlang des alten Grenzverlaufes im Berliner Süden zu marschieren und dabei zehn Stationen mit unterschiedlichen Aufgaben zu durchlaufen. Auf dem Teltowkanal wurde etwa der Transport eines Mauerflüchtlings simuliert, während auf dem „Dörferblick“ ein Verletztentransport durch einen bergigen Parcour getragen werden musste; außerdem waren sicherheitspolitische Fragen zur Bundeswehr ebenso zu beantworten wie auch geschichtliche zur Teilungsgeschichte der Hauptstadt. Am Ende hatte die Wettkampfmannschaft der RSU-Kompanie Berlin die Nase vorn und wurde nicht nur mit dem Pokal für den ersten Platz, sondern auch mit dem erstmals verliehenen Wanderpokal des Mauerwegmarsches ausgezeichnet.

Bereits seit Herbst 2018 hat sich um den Landesvorstand und der Reservistenkameradschaft 08 ein Organisationteam gebildet, das sich darauf konzentrierte, den Mauerwegmarsch zu verbessern und Fehler aus der Vergangenheit abzustellen. Als wesentliche Ergebnisse vereinheitlichte man die Marschlänge, senkte man die Anzahl der Stationen und konzentrierte man sich auf die Schwerpunkte zivil-militärische Zusammenarbeit und Geschichte. 30 Jahre nach dem Mauerfall war es den Organisatoren wichtig, die Besonderheiten der Stadt und des ehemaligen Grenzgeländes zu betonen und in den Wettkampf zu integrieren. Außerdem sollte der Mauerwegmarsch künftig primär kein exklusiver Militärwettkampf sein, sondern als „Jedermannwettkampf“ allen sportlich Interessierten offen stehen.

Im Ergebnis konnte man die gesteckten Ziele einlösen, die Durchführung personell und materiell problemlos absichern und das geplante Ende der Veranstaltung gewährleisten. Einen besonders wichtigen Beitrag zur erfolgreichen Umsetzung leisteten wie immer befreundete Vereine und Unterstützer und die Einsatzkräfte der DLRG und des THW, ohne deren außerordentliche Unterstützung der Wettkampf nicht mehr denkbar wäre. Die Reaktionen der Beteiligten waren rundum positiv und bestätigten die Neuaufstellung des Wettkampfes. Eine gute Grundlage für den Mauerwegmarsch 2020, der dann 30 Jahre Wiedervereinigung in den Mittelpunkt stellen wird.

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