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Besuch des „Fallturm Bremen“




Bildautor: Wikipedia

Eine große Gruppe Ü 65 – Reservisten mit Damen-Begleitung hat den inzwischen berühmten Fallturm in der Nähe der Universität Bremen besucht. Es gab eine hervorragende Einführung in physikalische Grundlagen mit anschaulichen Versuchen und Bildprojektionen. In dem Fallturm werden Experimente etwa aus den Bereichen Strömungsmechanik, Fließkunde, Verbrennung, Thermodynamik, Materialforschung und Biologie durchgeführt. Eine lebhafte Diskussion schloss sich an die Einführung an.

Der Betriebsrundgang zeigte die Auffangkammer für die Kapseln, die komplizierte Technik dazu und die darunter eingebaute Katapultanlage. In der Fallröhre beschleunigt ein Katapult den Versuchsaufbau innerhalb einer viertel Sekunde auf das etwa Zwanzigfache der Erdbeschleunigung. Die Kapsel braucht für das Hochsteigen genauso lange wie für das anschließende Herunterfallen. Während der gesamten Steig- und Fallphase herrscht in der Kapsel Schwerelosigkeit. Die Versuchskapseln werden im 146 m hohen Turm auf über 110 m hochgezogen, ausgeklinkt und fallen in einen 8 m hohen Auffangbehälter. Beim Fallen entsteht eine Schwerelosigkeit von 4,7 Sekunden Dauer. Um die etwa 500 bis 800 kg schweren Kapseln abzubremsen ist die Auffangkammer mit kleinen Schaumpolystyrolkugeln gefüllt. Die für Experimente zur Verfügung stehende Zeit wird durch den Einsatz des Katapults verdoppelt. Je nach Versuchsaufbau sind die Kapseln verschieden schwer.

Sehr interessant ist das Katapult: es befindet sich genau unter der Auffangkammer und ist 16 m tief. Um die Schwerelosigkeit auf 9,3 Sekunden verlängern zu können kann die Kapsel mit dem Katapult abgeschossen werden. Dazu wird die gesamte Auffangkammer aus Stahl mit der stählernen Grundplatte zur Seite geschwenkt. Wenn die Kapsel abgeschossen ist schwenkt die Auffangkammer mit Druckluft in 0,2 Sekunden zurück, so dass sie wieder direkt unter der fallenden Kapsel steht. Das Katapult wird mit Druckluft und Leichtöl genau auf das Kapselgewicht eingestellt, so dass immer der richtige Scheitelpunkt erreicht wird.

In den Werkstätten werden die Versuchsaufbauten nach den Kundenwünschen vorbereitet und bereitgestellt. Die Bremer Anlage ist durch die Katapultanlage einzigartig auf der Welt und dementsprechend ständig ausgelastet.

In der Spitze des Fallturms befinden sich ein Konferenzraum sowie eine Panorama-Lounge, welche für Trauungen und andere Veranstaltungen gemietet werden können.

Bild: privat

 

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