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Landesgruppe Bremen

Gemeinsam trauern und erinnern




 



Unter dem Motto "Versöhnung über den Gräbern – Arbeiten für den Frieden" wurden in den vergangenen Tagen und Wochen mehrere Mahnmale in der LGrp Bremen für den bevorstehenden Volkstrauertag hergerichtet und gereinigt. Am Volkstrauertag wird den Toten beider Weltkriege, den Soldaten der Bundeswehr und allen anderen Einsatzkräften, die im Auslandseinsatz ihr Leben verloren haben und den Opfer von Gewaltherrschaft und Terrorismus gedacht.

 

Reinigung Ehernmal in Bremen-Borgfeld

Bild: RK 9
 
Reinigung Ehernmal in Bremerhaven-Geestemünde

Bild: RK33


„Den Volkstrauertag nehmen wir zum Anlass, miteinander mit Verstand, Toleranz und Respekt umzugehen.“ Mit diesen Worten eröffnete der Landesvorsitzende des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge in Bremen, Dietmar Werstler, auf dem Osterholzer Friedhof die Gedenkveranstaltung anlässlich des Volkstrauertages.
„Krieg sei das größte und schwerste aller Verbrechen“ betonte Präsident der Bremischen Bürgerschaft, Christian Weber in seiner Rede. Dabei gedenke er der vielen Millionen Opfer die ihr Leben ließen und ihrem Vermächtnis, nämlich der Achtung vor der Vielfalt und dem Verständnis füreinander. Senator für Inneres und Sport Ulrich Mäurer zeigte sich besorgt über die neueste Entwicklungen in den Krisengebieten der Welt und forderte zum Dialog der aller Parteien auf. „Wir sind verpflichtet, eine friedliche Zukunft für unsere Nachfahren zu gestalten“, so Mäurer.

Jugendliche der Konfirmandengruppe der ev. Trinitatisgemeinde Bremen brachten ihre Gedanken in der „Widerspruch gegen den Krieg“ vor. Der Vortrag wurde als Zwiegespräch zwischen dem Krieg und Fragenden dargestellt.

Liviu Cornea, Vorstandsmitglied Jüdische Gemeinde im Lande Bremen, zitierte aus Gedichten, die Kinder zum Thema Krieg und Vertreibung geschrieben hatten, zugleich flossen seine Gedanken in den Redebeitrag ein.

Außer dem Volksbund legten Vertreter des Landes, des Senats, der Bürgerschaft, der Jüdischen Gemeinde und der Bundeswehr Kränze nieder.
Reservisten der LGrp nahmen an drei zentralen Gedenkfeiern statt. So in Bremen-Borgfeld, Bramstedt (Osterholz/Wesermünde) und Bremerhaven-Geestemünde. Dort gaben sie die den Gedenkfeiern einen würdigen Rahmen mit Ehrenspalier, Kranz- und Fahnenträgern. In den Ansprachen wurde auf den Beginn des 1. Weltkrieges und 2. Weltkrieges und deren Ende gleichfalls wurde auf das besondere Verhältnis der Kameradschaft, Tod und der Vertriebenen hingewiesen. „Wenn Soldaten toter Kameraden gedenken, dann hat das eine besondere Seite. Heer, Luftwaffe und Marine, sie bilden eine Gemeinschaft besonderer Art.“ So Hauptfeldwebel d. R. Michael Weber, in seiner Rede in Borgfeld.

Manuela Mahnke, Vorsitzende LGrp Bremen im VdRBw und Kreisvorsitzende Bremerhaven des Volksbundes erinnerte in ihrer Ansprache daran, dass der dauerhafte Frieden keine Selbstverständlichkeit sei und der Stern der Versöhnung leuchte. Kapitän zur See Reinhard Wollowski, Kommandeur Marineoperationsschule, stellte in seinem Beitrag die aktuellen Auseinandersetzungen dar, vergaß aber auch nicht auf den „Nahbereich“ eines jeden Einzelnen ein zugehen. „Brüderlichkeit ist der Weg des Friedens bzw. die Achtung vor Fremden und die Nächstenliebe sind Voraussetzungen, um den Weg des Friedens zu ermöglichen.“ Dieses zu praktizieren in der Familie, am Arbeitsplatz, der Schule oder allerorts ist jeder aufgerufen.
Pastor Dirk Scheider der Gemeinde zur Bgm.-Smidt-Gedächtniskirche sprach gleichfalls über die aktuelle Situation auf der Welt. Seine Botschaft war, daß der Frieden ein alternativloses Ziel sei, auch wenn es bis dorthin ein weiter Weg ist und der Mensch so ist, wie er eben ist.

Traditionell wurde zum Ende der Gedenkstunden das Lied „Der gute Kamerad“, mit dem Text von Ludwig Uhland (Dichter und Politiker, 1787 – 1862) und den Noten von Friedrich Silcher (Komponist und Musikpädagoge, 1789 – 1860) gespielt.
 

Bremen – Borgfeld
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
Bremen – Mahndorf
 
 
 
 
Bramstedt
 
 
 
Bremen – Osterholz
 
 
 
 
 
 

Text: Michael Pingel
Bilder: Stephanie Schnackenberg, Michael Pingel, RK 6, RK9, RK 26, RK33

 

 

Video von Radio Bremen / Buten un Binnen 16.11.2014

Der Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. …

  • sorgt für die deutschen Kriegsgräber in 45 Staaten der Erde.
  • hilft den Angehörigen bei der Klärung von Kriegsschicksalen und der Suche nach den Gräbern.
  • arbeitet seit der Öffnung der Grenzen Osteuropas im Jahre 1990 intensiv in diesen Ländern.
  • birgt die Kriegstoten und bettet sie auf zentrale Sammelfriedhöfe um.
  • tritt mit seiner Arbeit für die Verständigung und Aussöhnung der Gegner von einst ein.
  • führt junge Menschen an die Kriegsgräber, damit sie die Folgen eines Krieges besser verstehen und erkennen, wie wichtig es ist, für den Frieden zu arbeiten.
  • wird unterstützt von der Bundesregierung sowie von 1,7 Millionen Mitgliedern und Förderern.
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