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im Schutzanzug„Frau Schnakenberg, wir haben einen Einsatz für Sie.“ Und dann ging es schnell. Nur 2 Werktage später war ich im Rahmen der Amtshilfe im Dienst in einem Pflegeheim im Nachbarlandkreis, in dem COVID ausgebrochen war.

Ich bin als Hospizhelferin ausgebildet und als solche seit 2013 ehrenamtlich tätig.

Zivilberuflich entwickle ich für und mit Unternehmen Vertriebsstrategien und schule Verkäufer. Da geht es eigentlich immer um höher – schneller – weiter. Die Sterbebegleitung erinnert mich daran, wo wir alle herkommen und wo wir hingehen. Da werde ich still und demütig.

Und so fand ich mich von heute auf morgen als Ergänzung eines komplett fremden Teams wieder. Schnell mit Menschen zusammenwirken, die man gar nicht kennt und mit denen man daher auch noch nicht geübt hat. Nur war das keine Übung, sondern Ernst und jeder von uns brachte eine Profession mit, die er in sich sicher beherrscht. Die Medizin und Pflege ist gefühlt nicht so komplex wie die Lagen, die wir sonst „in grün“ trainieren. Man wird nicht so leicht überrascht und es gibt mehr „wenn-dann’s“. Den Batzen an solch einer Aufgabe trägt hinterher eher die Seele, während man das Erlebte verarbeitet, denn eine Pandemie und das Seuchenschutzgesetz sind weit entfernt von dem, was wir sonst im Alltag praktizieren.

Für gewöhnlich ist es am Lebensende eines Menschen so, dass ich vorher Zeit hatte. Zeit, um ihn und seine Angehörigen kennenzulernen. Ein Vertrauensverhältnis entwickelt sich und ich bekomme ein Gefühl dafür, was ich bereden kann oder gar muss. Da planen wir auch schon mal gemeinsam die Beerdigung, fertigen Patientenverfügungen an, leiten letzte Wünsche in die Wege. Bei COVID jedoch verschlechtert sich ein Verlauf plötzlich und fernab von Angehörigen. COVID-Patienten gehen einsam. Ihre Begleitung waren wir, das Team in Vollschutz. Wir konnten Hände nur durch doppelte Gummilagen halten. Das war schon schwer zu verdauen.

Ein bisschen ging es auch einher mit dem Verlassen der eigenen Komfortzone. Denn vor diesem „unsichtbaren Feind“ schützen ein Anzug und eine sogenannte FFP2 Maske. Bei vielen Tätigkeiten ist man sehr nah am Patienten und nur Kunstfaser trennt von einer eigenen Infektion. Dem Material muss man also trauen und ich habe dazu in der Tat bis zum zweiten eigenen Test gebraucht.

Die Zusammenarbeit mit dem Kreisverbindungskommando Verden habe ich sehr wertschätzend und auf Augenhöhe erlebt. Kurze Wege, schnelle Entscheidungen und gerade in Zeiten eigener Anspannung erleichtert ein kurzer Dienstweg doch alles sehr. Und trotz, dass meine Stammkompanie, die RSU Bremen, in der Zeit gar nicht für mich verantwortlich war, blieb die Führung in Kontakt. Da war immer jemand da, hat zugehört und mir Gutes für die nächsten Tage gewünscht.

Klares Fazit: ich würde es wieder tun!

 

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