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Landesgruppe Bremen

Sicherheitspolitischer Abend der KrsGrp Bremerhaven





h_sachse[red] Etwa 80 Reservisten und Gäste folgten der Einladung des Kreisvorsitzenden Holger Sachse zum Sicherheitspolitischen Abend, am 10. März, der Kreisgruppe Bremerhaven im VdRBw in die MOS. Besonders begrüßt wurden der Referent des Abends, Leitender Polizeidirektor Monsees, als Leiter des Havariekommandos in Cuxhaven, Kdr der MOS, Kapitän z. S. Kiehnle, Kdr des LKdo Bremen, Oberst Werstler mit Angehörigen seines Stabes, Dr. Leupold, als Landesvorsitzender der LGrp Bremen im VdRBw und Vertreter aus bremischer Politik, Hilfs- und Rettungsorganisationen.

monseesNach einer kurzen persönlichen Vorstellung und Werdegang des Referenten Hans-Werner Monsees begann der ca. einstündige Vortrag mit der Geschichte der Entstehung des Havariekommandos, dessen Aufbau und Aufgaben, sowie der Vernetzung in den fünf norddeutschen Bundesländern und den Bundesministerien.


Zitat Wikipedia Anfang: „Das Havariekommand  ist eine gemeinsame Einrichtung des Bundes und der fünf Küstenländer, um bei Unfällen im Bereich der Nord- und Ostsee ein koordiniertes und gemeinsames Unfallmanagement zu gewährleisten. Sein Sitz ist in Cuxhaven. Das durch das Havariekommando umgesetzte "Sicherheitskonzept Deutsche Küste" des Bundes umfasst Radar- und Luftüberwachung, Lotseneinsatz sowie Notschlepper für manövrierunfähige Schiffe.

 

Das Havariekommando ist ein Mitglied des Maritimen Sicherheitszentrums (MSZ), das am 1. Januar 2007 als optimiertes Netzwerk die Arbeit aufgenommen hat.

Das Maritime Lagezentrum (Fachbereich 1), welches rund um die Uhr mit erfahrenen Nautikern besetzt ist, beobachtet ständig die Lage in deutschen Hoheitsgewässern und wertet auch Informationen der Anrainerstaaten aus, um im Schadensfall Informationen bereitzuhalten. Das MLZ ist ein Bestandteil des "Gemeinsamen Lagezentrums See". Das Lagezentrum See ist die operative Einheit des neuen geplanten Maritimen Sicherheitszentrums.

Im Falle von größeren Schadenslagen oder Havarien wird ein sogenannter Havariestab, ein Führungsstab, einberufen, der die Einsatztätigkeit der Einsatzkräfte koordiniert.

Mögliche Teilaspekte einer Havarie werden konzeptionell bearbeitet und für den Schadensfall Taktiken und Strategien festgelegt. Meist ist bei einer Havarie die Rettung von Personen notwendig, welche durch die MRCC Bremen (Maritime rescue coordination centre / Maritime Such-und Rettungsleitstelle) koordiniert wird.

  • Schadstoffunfallbekämpfung auf See und an der Küste
  • Brandschutz und Verletztenversorgung
  • Bergung zur Gefahrenabwehr (Notschlepper)
  • Pressebüro, strukturierte Öffentlichkeitsarbeit.

Um den Aufgaben der Schadstoffunfallbekämpfung, Brandschutz und Bergung nachzukommen, stehen den Havariekommando drei Schiffe in der Ostsee zur Verfügung: Arkona, Scharhörn sowie Bottsand, die ersten beiden in einer 24-Stunden-Bereitschaft. In der Nordsee liegen die Schiffe Neuwerk, Mellum, Nordsee, Westensee, Eversand, Leyhörn, Janssand, THOR, ÖSK 1, MPOSS, Lüttmoor, Knechtsand und Luneplate.

Depots mit den erforderlichen Mitteln zur Ölbekämpfung liegen in Norden, Wilhelmshaven, Bremerhaven, Cuxhaven, Hamburg, Meldorf, Husum, Flensburg, Kiel, Lübeck, Rostock und Stralsund.“ Zitat Ende

Während des weiteren Vortrags wurde auf die Gewinnung von freiwilligen Helfern und deren qualifizierenden Ausbildungen bei der Feuerwehr, Dt. Marine (z. B. Lehrgang Überleben auf See) usw. eingegangen. Zur Zeit stehen dem Havariekommando über 3000 freiwillige Einsatzkräfte zur Verfügung. Diese führen etwa 160 Übungen jährlich durch, damit unterschiedliche Organisationsstrukturen vereinheitlicht werden. Bei dem letzten größeren Schadensereignis mit Personenbeteiligung (Fährunglück „Lisco Gloria“ in 2010) wurden Anzeichen der psychologischen Betreuung für Retter und Gerettete erkannt und angewendet. Diese Betreuungsart dient der Vorbeugung und dem Erkennen von Posttraumatischen Belastungsstörungen (PTBS). Weitere abgeschlossene Einsätze wurden anhand von Bildmaterial erklärt.

DSCI0074Bevor der Abend beendet wurde, beantwortete der Referent Fragen, die während des Vortrags aufgetreten sind.

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Fotos: M. Pingel

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