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14.03.2017

Sportschützen nicht unter Generalverdacht stellen

Oswin Veith, Mitglied des Deutschen Bundestages und Präsident des Verbandes der Reservisten der Deutschen Bundeswehr,  hat im Bundestag Sportschützen, Jägern und Waffensammlern den Rücken gestärkt. In seiner Funktion als Berichterstatter der CDU/CSU-Fraktion für Waffen- und Sprengstoffrecht sagte der Oberst d.R.: "Ich lehne weitere Verbote, neue Einschränkungen und Restriktionen gegen rechtschaffene waffenführende Bürger ab."
 
Hintergrund der Debatte im Bundestag war ein Antrag der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen zur Verschärfung des Waffenrechts. Zur Argumentation trug Irene Mihalic MdB vor: "Anschläge überall in Europa, Amokläufe, Angriffe auf Flüchtlingsunterkünfte, Reichsbürger mit ganzen Waffenarsenalen im Keller - überall zeigt sich: Es gibt bestimmte Menschen und Gruppierungen, deren verbrecherische Pläne darauf gründen, dass der Zugang zu Waffen und Sprengstoffen immer noch viel zu leicht ist."
 
Veith: "Wir (Anm.d.R: die CDU/CSU-Fraktion) stellen Jäger, Sportschützen, Gebirgsschützen und Waffensammler nicht unter einen Generalverdacht, wie Sie von den Grünen es tun. Wir wissen um die Rechtschaffenheit und Gesetzestreue der Besitzer legaler Waffen und anerkennen ihren persönlichen Beitrag - im Falle der Jäger zur Hege und Pflege von Flora und Fauna unserer Natur, im Falle der Sportschützen zum fairen sportlichen Wettbewerb bis hin zu Weltklasseleistungen olympischen Ausmaßes, sowie im Falle von Waffensammlern und Gebirgsschützenkompanien zur historischen Dokumentation alter Waffen und alten Brauchtums."
 
Verantwortungsbewusster Umgang mit der Waffe
Der Schießsport, die Jagd und das Sammeln von historischen Waffen gehören für Veith zu den bürgerlichen Freiheiten und auch zur Tradition in Deutschland. In Schützenvereinen kämen rechtschaffene Bürger wie Polizisten, Beamte, Professoren, Politiker, Ärzte und Arbeitnehmer zusammen, um sich ihrem Hobby zu widmen. "Die erste Lektion, die ein Sportschütze erhält, ist der verantwortungsbewusste Umgang mit der Waffe. Deshalb kann ich nicht verstehen, dass solche Persönlichkeiten generalverdächtigt werden und dass suggeriert wird, sie seien eine potenzielle Gefahr für die öffentliche Sicherheit und die Ordnung in unserem Land. Das ist nicht richtig", findet des Präsident des Reservistenverbandes. Viel wichtiger sei der Kampf gegen den illegalen Waffenbesitz.
 
Der Antrag der Grünen wurde in der Sitzung vom 10. März abgelehnt. Der stenografische Bericht (Plenarprotokoll 18/222), auch mit Redebeiträgen von Abgeordneten der übrigen Fraktionen, steht auf bundestag.de zur Einsicht zur Verfügung.

Im Reservistenverband treiben mehr als 20.000 Frauen und Männer Schießsport.
 
 
Sören Peters

Symbolbild oben:
Eine Sportschützin mit dem Gewehr
im Anschlag. Das Foto entstand bei
einem Schießwettkampf in Hessen.
(Foto: Peter Kreische)

Symbolbild unten:
Oswin Veith MdB spricht
im Deutschen Bundestag.
(Foto: Achim Melde / Deutscher Bundestag)


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