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Reservistenkameradschaft Hatzfeld

Reservistenkameradschaft auf Spurensuche




Herbert Becker, Horst Buchborn-Klos und Martin Schulz

Bildautor: Oliver Zissel

Die Reservistenkameradschaft Hatzfeld hatte Horst Buchborn-Klos zu einem Vortrag über die Geschichte des ehemaligen Bundeswehrdepots Oberasphe eingeladen. Der 87jährige erläuterte in seinem  mit großer Sachkenntnis vorgetragen Bericht, warum es in den 1950 bis 1970er Jahren zum Bau des Bundeswehrkorpsdepot gekommen war. Sie waren aus seiner Sicht unmittelbare Folgen des ungebremsten Wettrüstens in West und Ost, welches sich zum „Kalten Krieg“ entwickelte.
In seinen spannenden Ausführungen beschrieb der Redner die Entstehung und den Aufbau der Depotanlage,  die mit über 80 großen Gebäuden wie Munitionsbunkern, Betriebsstofflagerhallen sowie Geräte-,Verpflegungs- und Bekleidungshallen auf einer 50 Hektar umfassenden Fläche entstanden war. Da er Verfasser der Chronik des Depot war, die während seiner Dienstzeit entstand, konnte er präzise Angaben darüber machen, was tatsächlich an Wehrmaterial eingelagert war. Darüber kursierten seinerzeit fantasievolle Gerüchte. Er könnte auch den zweistelligen Millionenbetrag nennen, den die Anlage den Steuerzahler gekostet hatte.
Als Folge der Entspannungspolitik leitete die Bundeswehr Anfang der 1990er Jahre einen Reformprozess ein, mit dem die Depotanlagen geschlossen wurden. Nach Schließung der Anlage wurden alle Gebäude an Landwirte und andere Interessenten vermietet. Ein 14 Hektar großer Teil der Depotfläche wurde von der Gemeinde Oberasphe zurückgekauft. Darauf ist ein Solarpark entstanden.
Dreißig Jahre, von 1970 bis 1999 hatte das Depot bestanden, von denen Horst Buchborn-Klos 24 Jahre lang der Lagerverwalter war, eine mit hoher Verantwortung versehene Aufgabe, von der er die interessierten Zuhörer überzeugen konnte. Nicht unerwähnt ließ er, dass die militärische Anlage seinerzeit auch ein Wirtschaftsfaktor war, der bis zu 50 Menschen in der Umgebung Lohn und Brot gab. Auch mit pikanten Episoden und eigenen Erlebnissen während seiner Dienstzeit verstand es der Redner, die Aufmerksamkeit der Zuhörer zu fesseln. Deren einhellige Meinung war am Ende, einen lokal orientierten, fundiert informativen Vortrag gehört zu haben. Dafür bedankte sich der Vorsitzende der Reservistenkameradschaft Hatzfeld, Martin Schulz, im Namen der Kameraden sehr herzlich.

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