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Angelburg 2019 – RK Marbach erringt Silbermedaille




Am 29. Juni 2019 belegte die Mannschaft der RK-Marbach mit Oberstleutnant Volker Auel, Stabsfeldwebel Reinhold Göbel und Stabsunteroffizier Christian Günther beim Militärischen Vielseitigkeitswettkampf der Kreisgruppe Lahn-Schwalm-Eder in Angelburg den 2. Platz und konnte, wie schon in den letzen Jahren, erneut einen Pokal mit in die Heimat nehmen.

Heiß war es auf der ca. 9km langen Marschstrecke, die wieder durch die reizvolle, aber auch sehr hügelige Landschaft des Hessischen Hinterlandes führte. Das Wasser der eigenen Ration und an den Stationen brachte daher eine willkommene Abkühlung und war bei den Temperaturen mit knapp 30 Grad auch undbedingt geboten.

Nach einem ersten steilen und schweißtreibenden Anstieg, direkt nach dem Start, musste an der ersten Station der vorgegebene Marschweg mittels Geländewagen „Wolf“ fortgesetzt werden. Wie in der Lage vorab angekündigt, traf man nach kurzer Spähfahrt auf feindliche Kräfte und wurde sofort in ein Gefecht verwickelt. Hier galt es die Lage schnell zu erfassen, die feindlichen Kräfte konsequent nieder zu halten und den verwundeten Fahrer unter Einsatz von Nebelmitteln aus der Gefahrenzone zu bergen. Die Marbacher Reservisten arbeiteten die Station klar geordnet und zügig ab und konnte so gleich eine hohe Bewertung erzielen.

Wenig später traf man nach einem Marsch in praller Sonne auf verwundete Kameraden. Hier galt es zunächst einmal Ordnung in das Chaos zu bringen. Drei Wettkämpfer, drei Verwundete, da blieb kaum Zeit für langes Überlegen. Hier zahlte sich die Jahrzehntelange Erfahrung der Marbacher Wettkämpfer aus, die sich schon auf vielen Wettkämpfen ähnlichen Aufgaben stellen mussten. Dementsprechend wurde auch die Gefahr durch einen unter Schock stehenden, bewaffneten Soldaten sofort erkannt und die Situation unter Kontrolle gebracht, Parallel erfolgte die Versorgung der beiden anderen Kameraden, wobei bei einem die Hand abgerissen war. Auch hier zahlten sich die Routine und die Flexiblität der Wettkämpfer aus und sicherten die Höchstpunktzahl.

Ein sehr aktuelles Thema wurde an der nächsten Station aufgegriffen. Minen und versteckte Ladungen mussten entlang eines Pfades im dichten Unterholz erkannt und identifiziert werden. Hier hatte die ausrichtende RK-Angelburg einen sehr fordernden Parcours vorbereitet, der die volle Konzentration der Wettkämpfer erforderte.

Kurz darauf übernahmen die Wettkämpfer an der Station „Feuerkampf der kleinen Kampfgemeinschaft“ Waffen, Munition und weitere Ausrüstung, um eine in der Nähe aufgeklärte feindliche Stellung anzugreifen und zu nehmen. Hier kam es besonders, wie auch an den übrigen Stationen, auf die Führerleistung an. Das koordinierte Vorgehen, die Leitung des Feuerkampfes sowie der Einsatz des Maschinengewehrs als schwere Deckungswaffe wurden ebenso bewertet, wie auch die Meldungen an die Einsatzzentrale und die Befehlsgebung innerhalb des Trupps. Auch hier erzielten die Marbacher Reservisten eine sehr gute Punktzahl.

Kurz vor dem Ziel wurden dann noch einmal die Infanteristischen Grundkenntnisse beim Vorgehen im Sprung gefordert. Ziel war die gedeckte Annäherung an eine Straße, die dann möglichst rasch und unauffällig überwunden werden musste.

An der letzen Station im Ziel konnten die Marbacher dann nochmal glänzen. In einer „Waffenkiste“ waren die Einzelteile von Maschinengewehr, Pistole und Sturmgewehr gemischt. Hier galt es, so schnell wie möglich die Teile zu sortieren und daraus die jeweilige Waffe zusammen zu setzten, mit anschließender Funktionsüberprüfung und Meldung. Auch wenn man es nicht mehr jeden Tag macht so steckt es doch im Blut, dachte wohl auch der Zeitnehmer, weil die Marbacher eine super Zeit vorlegten, die keine anderen Mannschaft mehr toppen konnte.

Am Ende mussten sich die Marbacher Wettkämpfer in dem Teilnehmerfeld von 7 Mannschaften nur der Mannschaft, die sich aus einem lokalen Reservisten und 2 aktiven Soldaten zusammensetze, geschlagen geben.

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