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loyal-Titelthema der Ausgabe Juli/August 2020

Nach dem Brexit will das Vereinigte Königreich als „Global Britain“ weltweit Macht demonstrieren. Den Streitkräften soll dabei eine entscheidende Rolle zukommen. Doch das wird schwierig. London sitzt zwischen allen Stühlen.

Wohin heben die Briten ab?

von Björn Müller

Ein halbes Jahr ist der Brexit her. Großbritannien steckt momentan mitten in heiklen Verhandlungen mit der Europäischen Union über die Ausgestaltung der künftigen Beziehungen – Ausgang ungewiss. Mit dem Brexit müssen sich auch die britischen Streitkräfte neu finden. Denn nun gilt die strategische Konzeption eines „Global Britain“. Der Anspruch: Nach dem EU-Austritt soll das Vereinigte Königreich konsequent global Macht demonstrieren. Als historisches Leitbild dient dabei aber nicht etwa das britische Empire, wie der Begriff vermuten lässt. „Die Brexiteers bemühen das Bild der jungen Handelsnation der Frühen Neuzeit, die sich als Freibeuter auf den Weltmeeren gegen etablierte Mächte wie Spanien behauptet“, so die Historikerin und Publizistin Helene von Bismarck, die seit langem das Verhältnis Großbritanniens mit der EU erforscht, im Gespräch mit loyal.

Das „Global Britain“-Konzept, wie es von der britischen Regierung kommuniziert wird, spricht den Streitkräften eine entscheidende Rolle zu. Großbritannien soll sich weltweit als Partner kleiner und mittlerer Staaten profilieren, denen es gegen Störer von Freihandel und liberaler Weltordnung wie China den Rücken stärkt. Diese Rolle als aktive Militärmacht soll dann als Hebel wirken, um im globalen Dorf Handelsvorteile herauszuschlagen – vor allem in Asien.

Wie aber passen „Global Britain“ und die Streitkräfte des Vereinigten Königreichs in Zeiten schrumpfender Wehretats zusammen? Die britische Regierung betont gerne, dass sie das Nato-Ziel erfüllt, zwei Prozent des Bruttoinlandprodukts für die Streitkräfte aufzuwenden und sogar leicht darüber zu liegen. Laut aktuell noch gültiger Sicherheitsdoktrin von 2015 ist die Konzeption der Streitkräfte die einer Mittelmacht mit einem gewissen globalen Anspruch. Der wird nun durch das „Global Britain“-Konzept verstärkt. Doch ist diese Strategie stimmig?

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