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loyal-Titelthema der Ausgabe Mai 2021




Brutale Hitze im Treibhaus

Von Paul-Anton Krüger

Der Klimawandel heizt weltweit Konflikte an und verschärft vielerorts Krisen. Die neue US-Regierung sieht in der Erderwärmung ein zentrales sicherheitspolitisches Thema und erarbeitet gerade eine neue Risikoanalyse. Russland und China wollen hingegen von einem um das Thema Klima erweiterten Sicherheitsbegriff nichts wissen. Der Sicherheitsrat der Vereinten Nationen ist machtlos.

Der amerikanische Präsident Joe Biden war gerade einmal eine Woche im Amt, da machte er per Executive Order den Kampf gegen den Klimawandel zur Chefsache. Er verfügte die Rückkehr in das Pariser Abkommen und gab der Klimakrise einen zentralen außen- und sicherheitspolitischen Stellenwert. Das Pentagon wies er an, sie vorrangig in Analysen, Simulationen und bei der Manöverplanung zu berücksichtigen. Bis Ende Juni muss Verteidigungsminister Lloyd Austin nun eine Risikoanalyse vorlegen. Sie wird Eingang finden in die National Security Strategy.

Donald Trump interessierte das Thema politisch nicht. Dennoch besteht in den USA seit 15 Jahren ein breiter Konsens in der Führung des Militärs und der Geheimdienste, dass der Klimawandel Bedrohungen für die Sicherheit mit sich bringt und das Potenzial hat, Konflikte in vielfältiger Weise zu verschärfen. Auswirkungen auf US-Stützpunkte weltweit oder Einsätze zur Katastrophenhilfe sind seit langem Teil der Militärplanung. Nun aber rückt der Klimawandel ins Zentrum der US-Sicherheitspolitik.

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Einfache Antworten auf die Frage, was die Erderwärmung für Frieden und Stabilität bedeutet, gibt es nicht. Ein direkter Zusammenhang, wonach der Klimawandel Konflikte auslöse, sei bislang empirisch nicht nachgewiesen, sagt Susanne Dröge, die bei der Stiftung Wissenschaft und Politik über die sicherheitspolitischen Folgen der Klimakrise forscht. Vielmehr gebe es „eine Reihe von Mechanismen“, wie die Erhitzung der Atmosphäre, die Konflikte befeuern können. In Konfliktlagen wirke Klimawandel oft als „Multiplikator“, sagt Dröge.

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Ähnlich sieht das Barbora Sedova, Co-Leiterin des Future-Labs „Sicherheit, ethnische Konflikte und Migration“ beim Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung. Auch sie spricht von einem „Multiplikator“ für Bedrohungen, der Problemlagen beschleunige und verschärfe – aber in der Regel nicht die auslösende Ursache von Konflikten sei. Zugleich könne aber etwa die Konkurrenz um knappere Ressourcen sehr schnell und direkt Auswirkungen auf Frieden und Sicherheit haben.

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