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loyal-Titelthema der Ausgabe September 2019

Sechs Jahre nach Einsatzbeginn hat sich die Sicherheitslage in Mali weiter verschlechtert. Auch für die deutschen Soldaten wächst das Risiko.

Die Bedrohung wächst

von Marco Seliger aus Mali

Das Thermometer zeigt 25 Grad Celsius, Winter in Mali. Der Zugführer blickt auf seine Uhr: 2.15 Uhr. „Auf die Fahrzeuge und Marschbereitschaft herstellen“, sagt er. 54 Gebirgsjäger aus Bischofswiesen lösen sich aus einem Halbkreis um ihren Vorgesetzten und klettern in gepanzerte Autos. „Der Dolmetscher fehlt noch“, murmelt der Zugführer, zündet sich eine Zigarette an und steigt in ein gepanzertes Fahrzeug vom Typ  „Dingo“. „Aber macht nichts, dann patrouillieren wir heute ohne ihn. Nachts sind sowieso meist nur Kriminelle und Bekiffte unterwegs. Die wollen ohnehin nicht mit uns sprechen.“

Die meisten Soldaten im Bundeswehr-Feldlager „Camp Castor“ schlafen noch, als die Gebirgsjäger die Motoren starten. Sie wollen nach Gao fahren und für zwei Stunden in der Stadt patrouillieren. „Die Einheimischen sollen sehen, dass wir auch nachts da sind“, sagt der Zugführer, ein 32 Jahre alter Hauptfeldwebel aus Sachsen, der seinen Namen nicht in loyal lesen will. Sein Fahrer postiert eine Mini-Lautsprecherbox rechts neben sich auf der Mittelkonsole. Auf der Rückbank schaltet der Gunner (Richtschütze) die Wärmebildkamera seines Maschinengewehrs ein, das auf dem Dach angebracht ist. Dann blickt er durch die Optik. „MG bereit“, sagt er, lehnt sich zurück, zieht sein Smartphone aus der Uniform, aktiviert eine App und beginnt ein digitales Schachspiel. Ablenkung. Im Funk meldet sich die Besatzung eines anderen Fahrzeugs. „Maschinengewehr streikt. Haben es ausgebaut und nochmal eingeölt. Sind in drei Minuten fertig.“ Der Zugführer schweigt und raucht. Ein Problem wie dieses bringt ihn nicht aus der Ruhe. Der Staub und die Hitze Malis beanspruchen nicht nur die Soldaten intensiv, sondern auch die Waffen und das Material.

[…]

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