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Loyal – Titelthema des Monats April 2013




Die deutsche Rüstungsindustrie befindet sich in einem dramatischen Wandel. Weil die Bundeswehr als Auftraggeber wegbricht, suchen die Unternehmen ihr Heil zunehmend im Auslandsgeschäft. Das aber ist schwierig und umstritten

Eine Branche richtet sich neu aus

Von Gerhard Hegmann

Bereits vor drei Jahren stand es in der Mitarbeiterzeitung von Krauss-Maffei Wegmann (KMW): „Die Zeiten von neuen Großprogrammen sind vorbei“, verkündete KMW-Chef Frank Haun mit Blick auf die Bundeswehr. Das bedeute für den Konzern, er müsse internationaler werden. „Mit Produkten, die sich unmittelbar am Bedarf auch außerhalb Europas spiegeln.“ KMW ist nur ein Beispiel von vielen Firmen, die den Wandel und die Bedeutung von Deutschlands Rüstungsindustrie belegen.

Seit sich die Bundeswehr als Hauptkunde der deutschen Rüstungsindustrie mit weniger Soldaten und Waffensystemen neu aufstellt, ist die Branche im Umbruch. Die Zeiten stetig steigender Ausgaben für Beschaffungsmaßnahmen im Inland sind vorbei. Bei allen Hauptwaffensystemen, vom Schützenpanzer „Puma“ über das Transportflugzeug A400M bis zu Schiffen, gibt es Kürzungen gegenüber der Ursprungsplanung. Trotzdem ist in den vergangenen Jahren der Umsatz der deutschen Rüstungsindustrie insgesamt gewachsen. Deutschland ist inzwischen zur weltweiten Nummer drei bei den Rüstungsexporten nach den USA und Russland aufgestiegen. Bei den Verteidigungsausgaben liegt die Bundesrepublik indes nur auf Platz neun oder sogar nur auf Platz 16, wenn man den Verteidigungsetat in Relation zur Wirtschaftskraft setzt.