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loyal-Titelthema des Monats April 2017




In Mossul tobt ein erbarmungsloser Kampf: Reise an die Grenzen einer Stadt, in der das militärische Ende des IS naht, deren Zukunft aber neue Konflikte befürchten lässt

Auf den Spuren des Krieges

von Marco SeligerHasan Mohammad Ali hat es geschafft. Der Krieg liegt hinter ihm. Als ihn sein Vater zum Rauchen auf den Flur des Hospitals in Erbil schiebt, zieht im Patientenzimmer gerade ein Klinikmitarbeiter eine Wolldecke über das Gesicht eines Mannes. Daraufhin setzt das markerschütternde Schreien einer Frau ein. Sie kniet auf den Boden und beklagt den Tod ihres Mannes. „Die beiden sind gestern aus Mossul gekommen. Er hatte eine schwere Splitterverletzung“, sagt der Vater von Hasan Mohammad Ali, zündet eine Zigarette an und gibt sie seinem Sohn.

Der irakische Soldat Hasan Mohammad Ali wird nie wieder richtig laufen können. Aus seinem rechten Unterschenkel ragt ein Metallgestell, das linke Bein steckt in einem dicken weißen Verband. Zerfetzte Muskeln, gerissene Sehnen und zertrümmerte Knochen an seinen Gliedmaßen sind der Preis, den der 24-Jährige im Kampf gegen die Terroristen des „Islamischen Staats“ gezahlt hat. Hasan sagt, er sei glücklich. Allah sei mit ihm gewesen, denn anders als viele Kameraden habe er den Kampf um Mossul überlebt. Dann nimmt er einen tiefen Zug, atmet den Zigarettenqualm langsam aus und lächelt.

Die Verluste der irakischen Armee seit Beginn der Offensive auf die nordirakische Millionenstadt am Tigris müssen gewaltig sein. Darauf lassen die Angaben unterschiedlicher Quellen schließen. Die irakischen Streitkräfte sprechen zwar nur von etwa tausend Gefallenen, die UN indes von mehr als 6.500. Regierungsvertreter in der kurdischen Regionalhauptstadt Erbil berichten, dass etwa die Hälfte der in Mossul eingesetzten irakischen Soldaten entweder tot oder verwundet sei. Um wie viele Soldaten es sich dabei genau handeln soll, war in Erbil nicht zu erfahren. Aber die irakische Armee ist Mitte Oktober 2016 mit Antiterroreinheiten der Polizei, einem Eliteverband der Armee, zwei Infanterie-Divisionen sowie einer sunnitischen Stammesmiliz – insgesamt etwa 60.000 Soldaten und Polizisten – zum Sturm auf Mossul angetreten. Das sind ungleich mehr als Ende 2015 bei der Rückeroberung von Ramadi. Während der neun Tage dauernden Gefechte um Ramadi sind knapp 600 irakische Soldaten gefallen. Die Schlacht um Mossul dauert inzwischen mehr als 160 Tage.

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