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loyal-Titelthema des Monats September 2016




Monate des Terrors

Die Anschläge der letzten Wochen sollen Panik schüren. Sie zeigen uns: Sicherheit ist auch in Deutschland keine Selbstverständlichkeit mehr. Auf der Suche nach den richtigen Schlüssen stehen Politik und Gesellschaft noch am Anfang.

Von Marco Seliger

Mehr als ein halbes Dutzend Anschläge mit mehreren hundert Toten innerhalb weniger Monate mitten in Europa – manchmal stürzen die Ereignisse so schnell auf uns ein, dass wir sie gar nicht richtig verarbeiten können. Ähnlich erging es dem Schriftsteller Stefan Zweig, als er zu Beginn des Zweiten Weltkriegs der friedlichen Sicherheit seiner Jugend nachtrauerte. Er schreibt in seinem Buch „Die Welt von gestern“: „Wenn ich versuche, für die Zeit, in der ich aufgewachsen bin, eine handliche Formel zu finden, so hoffe ich am prägnantesten zu sein, wenn ich sage: Es war das goldene Zeitalter der Sicherheit.“ Niemand habe an Kriege, an Revolutionen und Umstürze geglaubt und alles Radikale, alles Gewaltsame schien bereits unmöglich in einem Zeitalter der Vernunft.

Die Zeilen könnten auch von einem heute 30-jährigen Deutschen stammen. Wie Stefan Zweig ist auch er in einer sicheren und beschaulichen Welt aufgewachsen. Doch mit den Monaten des Terrors hat sich unsere Welt radikal verändert. Paris, Brüssel, Nizza, Würzburg, Ansbach und Saint-Etienne-du-Rouvray – diese Orte stehen dafür, dass der Terror auch bei uns angekommen ist. Wir alle können nicht mehr bestimmen, wer Feind ist und wo er sich aufhält. Unbeschwerter Alltag, Kontrolle, Sicherheit, Stabilität – kann es das jetzt noch geben?