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Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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50 Jahre Reservistenverband – Festjahr begann am Gründungsort Bonn




Verteidigungsminister gratulierte Reservistenverband im Palais Schaumburg zum 50. Geburtstag und lobte "das Engagement der Reservisten innerhalb der Armee im Einsatz".
Am 22. Januar feierte der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) im Palais Schaumburg zu Bonn sein 50-jähriges Bestehen.

Zur Festsitzung im Palais Schaumburg, dem zweiten Dienstsitz des Bundeskanzlers, waren hochrangige Gäste geladen. Neben Bundesverteidigungsminister Dr. Karl-Theodor zu Guttenberg, nahmen der amtierende Präsident des VdRBw, Gerd Höfer, der ehemalige Präsident des VdRBw, Ernst-Reinhard Beck MdB, Gründungs- und Ehrenmitglied Minister a.D. Prof. Dr. Hans-Dieter Schwind sowie Jürgen Nimptsch, Oberbürgermeister der Stadt Bonn, an der Veranstaltung teil. Beck wurde am Abend zum Ehrenpräsidenten des Reservistenverbandes ernannt. "Ich nehme die Urkunde mit Demut entgegen", sagte er sichtlich gerührt.
Gratulanten waren neben Freiherr zu Guttenberg auch Claire Marienfeld-Czesla, Präsidentin der Gesellschaft für Wehr- und Sicherheitspolitik, Oberst Ulrich Kirsch, Vorsitzender des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberbürgermeister Jürgen Nimptsch sowie der Wehrbeauftragte des Deutschen Bundestages Reinhold Robbe. Zu Guttenberg sprach zu rund 80 Ehrengästen: "Endlich wird über die Einsätze und Aufgaben der Bundeswehr offen debattiert und diskutiert." Hierbei sei der Reservistenverband wichtiges Bindeglied zwischen Bevölkerung und Bundeswehr, denn die Bundeswehr sei aus weiten Teilen Deutschlands verschwunden. Dafür stehe nun der Reservistenverband – wie in den zurückliegenden 50 Jahren – in seiner ganzen Breite zur Verfügung. Bei der anstehenden Verkürzung des Wehrdienstes von neun auf sechs Monate baue er auf die Unterstützung und Kompetenz des Verbandes. Zu Guttenberg lobte auch das Engagement von Reservisten in den Auslandseinsätzen der Bundeswehr. Der Minister, selbst Stabsunteroffizier der Reserve, sagte: "Die Armee im Einsatz wird von Reservisten begleitet und mitgetragen. Hierauf wird oft viel zu wenig hingewiesen." 
In einer Rückschau zur Gründung des Reservistenverbandes vor 50 Jahren (Anmerkung der Red: siehe hierzu Loyal 1/2010) ging Gründungsmitglied Prof. Dr. Hans-Dieter Schwind auf die Bedeutung von Reservisten für die Bundeswehr ein. Der ehemalige Landesjustizminister von Niedersachsen sagte: "Aus dem Heer der Wehrpflichtigen braucht die Bundeswehr vor allem Experten. Deshalb will mir nicht einleuchten, warum zum Beispiel ein ausgebildeter junger Polizeikommissar – Absolvent einer Polizeiakademie – keine Wehrübungen bei den Feldjägern – der Militärpolizei der Bundeswehr – ableisten darf. Dieses Ausschlussmodell ist meines Erachtens nicht mehr zukunftsfähig."
Zu Guttenberg wies am Rande der Veranstaltung erneut auf die Wichtigkeit der Wehrpflicht für die Bundeswehr hin. Er sagte: "Mein erklärtes Ziel ist die Beibehaltung der Wehrpflicht, Punkt, Ausrufezeichen!" Denn die Reservisten blieben für die Erfüllung der erweiterten Aufgaben der Bundeswehr unverzichtbar. "Jede Reform erfordert die unbedingte Einbindung der Reservisten."
Auch der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, Oberst Ulrich Kirsch, sprach sich bei der Veranstaltung erneut für die Beibehaltung der Wehrpflicht aus. "Der Grundwehrdienst W 6 darf kein Einstieg in den Ausstieg werden." Die Arbeit der Reservisten in den Einsätzen und zuhause sei sehr bedeutsam, "denn sie übernehmen wichtige Funktionen – dies nicht selten in Mangelverwendungen – die aktive Soldaten entlasten."
Begleitet wurde der Abend vom Blechbläserensemble des Reservistenmusikzuges Lüneburg, das mit einem breiten musikalischen Spektrum begeisterte.
Der Reservistenverband, dem heute 125.000 Mitglieder vom Schützen bis zum General der Reserve angehören, ist am 22. Januar 1960 in Bonn gegründet worden. Die Festivitäten verteilen sich jedoch auf das gesamte Jahr 2010: Nach dem Auftakt im Palais Schaumburg folgen unter dem Motto "50 Jahre Reservistenverband – 50 Jahre für Frieden und Freiheit" bundesweit zahlreiche Veranstaltungen, Veröffentlichungen und Aktionen. So steht auch der parlamentarische Abend am 16. März in Berlin im Zeichen des Jubiläums.

Text: Detlef Struckhof / Anna Beutel

Unter dem Motto "50 Jahre Reservistenverband – 50 Jahre für Frieden und Freiheit" sind im Jahr 2010 zahlreiche Veranstaltungen, Publikationen und Aktionen geplant. Einen Überblick haben wir für Sie zusammengestellt.
Lesen Sie hier die Pressemitteilungen zur Festsitzung im Palais Schaumburg.

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