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Abgeordnete gründen Reservistenarbeitsgemeinschaft




In Berlin hat sich am Dienstagabend eine Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Bundestag gegründet. In ihr organisieren sich künftig Bundestagsabgeordnete, die Reservisten der Bundeswehr sind. Erster Vorsitzender ist Patrick Sensburg aus dem Hochsauerlandkreis.

Sensburg sagt: "Mit der Gründung der Reservistenarbeitsgemeinschaft Bundestag zeigen die Abgeordneten, die gleichzeitig Reservisten sind, dass es einen Rückhalt in der Politik für die Reserve gibt. Von nun an können wir uns regelmäßig als Reservisten treffen und uns zu sicherheitspolitischen Themen kurzschließen und unsere Gedanken als Multiplikatoren nach draußen tragen." Sensberg ist Hauptmann der Reserve, war als Grundwehrdienstleistender zwölf Monate bei der Bundeswehr. Danach hat er sich in Wehrübungen zum Hauptmann hochgedient.

Bei der Gründung war auch der Präsident des Reservistenverbandes, der ehemalige SPD-Bundestagsabgeordnete Gerd Höfer anwesend. Er sagt: "Ich bin froh, dass es nach langem Anlauf endlich gelungen ist, eine RAG Bundestag ins Leben zu rufen. Zweck der neuen Vereinigung ist es, die Sicherheitspolitik stärker im Plenum zu verankern." Insgesamt trafen sich am Dienstag 18 Bundestagsabgeordnete, um der RAG Bundestag eine Satzung zu geben und den ersten Vorstand zu wählen. Vorsitzender ist Patrick Sensburg von der CDU. Seine Stellvertreter sind Bernhard Brinkmann (SPD) und Rainer Erdel (FDP). Schriftführer ist Reinhard Brandl (CSU).

Über die Gründung der RAG freut sich auch Roderich Kiesewetter. Der Oberst a. D. ist CDU-Bundestagsabgeordneter und Stellvertreter Höfers im Reservistenverband. Kiesewetter sagt: "Jahrzehnte hat es gedauert, jetzt ist es endlich vollbracht. Gerade mit der Aussetzung der Wehrpflicht steigt die Bedeutung engagierter Reservisten für unsere Bundeswehr. Als Parlamentsarmee ist sie auf kompetente Politiker angewiesen, die sich glaubwürdig für die Belange unserer Reservistinnen und Reservisten einsetzen. Die RAG hilft, wichtige Themen an unsere Abgeordnetenkollegen zu transportieren und von ihnen wesentliche Impulse für unsere Reserve aufzugreifen." Mit der RAG-Gründung haben vor allem Gerd Höfer und sein Vorgänger im Amt, Ernst-Reinhard Beck, ein gemeinsames Ziel erreicht. Beide warben jahrelang für diese Idee. CDU-Politiker Beck ist seit Dienstag ebenfalls Mitglied der neuen RAG.

Die Bundesgeschäftsstelle des Reservistenverbandes wird die neue RAG künftig umfassend betreuen. Die Mitglieder werden sich mindestens vierteljährlich treffen. Bei der nächsten Zusammenkunft wollen sich die Abgeordneten der neuen Reservistenkonzeption annehmen und dafür einen hohen  Bundeswehrrepräsentanten als Gesprächspartner einladen. Höfer hofft nun auf regen Zulauf von Seiten der Bundestagsabgeordneten. Er sagt: "Im Bundestag gibt es 134 Abgeordnete mit einem militärischen Hintergrund. Damit ist die RAG noch aufwuchsfähig."


Detlef Struckhof / Michael Sauer

Bild oben: Symbolbild Reichstagsgebäude.
Auch im Bundestag sitzen Reservisten
(Foto: Achim Melde, Deutscher Bundestag)

Bild unten: Patrick Sensburg ist Vorsitzender
der RAG Bundestag des Reservistenverbandes
(Foto: CDU)

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