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Abzug beginnt schneller als geplant: Feldlager Talokan evakuiert




Die Bundeswehr räumt ihr Feldlager im nordafghanischen Talokan. Bis Donnerstag, 23. Februar, waren dort noch rund 60 deutsche Soldaten stationiert. Nun ging alles Hals über Kopf. Aufgrund von Ausschreitungen hat die Bundeswehr das Lager evakuiert.



Aktualisierte Meldung, Stand: 24. Februar 2012, 9 Uhr.
Unser Bericht vom Donnerstag, 23. Februar:

Afghanistan sorgt immer mehr für sich selbst: Abzug beginnt

Es ist der politische Wille der internationalen Staatengemeinschaft, die Verantwortung für die Sicherheit Afghanistans wieder allein in die Hände der heimischen Sicherheitskräfte zu legen. Deshalb will die Nato die internationale Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) bis zum Jahr 2014 abziehen. Der Bundestag hat dazu bereits Ende Januar dieses Jahres einen Zeitplan verabschiedet. Demnach wird die Höchstgrenze für die einzusetzenden Soldaten ab Februar von bisher 5.350 auf höchstens 4.900 herabgesetzt. Bis Januar 2013 soll die Truppenstärke um weitere 500 Soldaten reduziert werden.

Seit zehn Jahren beteiligt sich Deutschland nun schon an dem Isaf-Einsatz. Das Magazin für Sicherheitspolitik des Reservistenverbandes – die Loyal – widmet sich in der März-Ausgabe in einem Themenheft dem Engagement am Hindukusch. Das Heft erhalten alle Verbandsmitglieder – so wie jeden Monat – Anfang kommenden Monats per Post zugestellt.

Über den Abzug aus Talokan berichtet aktuell die Bundeswehr im Internet. Talokan liegt in der Provinz Tachar. 2007 ist das Feldlager dort errichtet worden, war Stützpunkt für Soldaten, Polizisten und zivile Helfer. Es war Außenposten des Feldlagers Kundus, etwa 70 Kilometer westlich von Talokan. Im Feldlager Talokan ist wenig Platz, denn es ist nur etwa 100 mal 90 Meter groß.

Talokan erlangte im Frühjahr vergangenen Jahres eine traurige Berühmtheit. Bei einem Angriff von Demonstranten auf das Feldlager kamen im Mai ein Dutzend Menschen durch Beschuss ums Leben. Zwei Wochen später starben – wie berichtet – zwei Bundeswehrsoldaten sowie der regionale Polizeichef bei einem Anschlag auf den Gouverneurspalast. Unter den Verwundeten war seinerzeit erstmals ein deutscher General.

Am Hindukusch setzt die Bundeswehr zurzeit 4.842 Soldatinnen und Soldaten ein. Unter ihnen sind 337 Reservisten, die überwiegend in der Verwaltung, bei der zivil-militärischen Zusammenarbeit (Cimic), im Feldpostdienst, bei den Feldjägern oder bei der Feuerwehr eingesetzt werden.


Detlef Struckhof

1. Symbolbild: Deutsche Isaf-Soldaten
haben ihren Schützenpanzer Marder besetzt
und rücken ab (Foto: Bundeswehr, Isaf, flickr)

2. Symbolbild: Afghanische Soldaten werden
in Kabul von einem deutschen Soldaten ausgebildet.
Sie sollen spätestens ab 2014 selbst für ihr
Heimatland sorgen können
(Archivbild: Bundeswehr, Stollberg, flickr)

Bild Mitte: Im Feldlager Talokan werden die ersten
Seecontainer auf Lkw verladen und abtransportiert
(Foto: Bundeswehr, Isaf, Thomas S.)

Bild unten: Das sicherheitspolitische Magazin des Reservistenverbandes
– die Loyal – beschäftigt sich in der kommenden März-Ausgabe
mit dem bereits seit zehn Jahren andauernden Einsatz
in Afghanistan (Foto: Loyal)

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