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Amerikaner verhandeln mit Taliban – die bomben jedoch weiter




Während die US-Amerikaner offensichtlich mit den radikal-islamischen Taliban Friedensverhandlungen ausloten, hat ein Selbstmordattentäter am Sonntagmorgen einen deutschen Militärkonvoi attackiert. Zwei deutsche Soldaten wurden dabei leicht verletzt.

Glück hatte der deutsche Kommandeur aus der Region Kundus, Oberst Norbert Sabrautzki. Er befand sich in einem der geschützten Fahrzeuge vom Typ Dingo 2. Der Anschlag galt wohl ihm, denn er war auf dem Weg zu einer regionalen Sicherheitskonferenz. Gegen 9.34 Uhr Ortszeit kamen bei dem Angriff drei afghanische Zivilisten ums Leben, mindestens elf wurden verletzt. Damit ist zum zweiten Mal eine Führungsperson der internationalen Schutztruppe für Afghanistan (Isaf) gezielt angegriffen worden. Wie berichtet, wurde am 28. Mai Generalmajor Markus Kneip bei einem Bombenanschlag verwundet, zwei Soldaten starben. Kneip ist am vergangenen Freitag aus dem Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz entlassen worden. Er hatte Verbrennungen erlitten. Die Ärzte entfernten außerdem eine Metallkugel aus Kneips Körper. Seine Genesung wird noch einige Zeit dauern, teilte ein Sprecher des Verteidigungsministeriums mit.

Amerikaner wünschen sich eine irakische Lösung für Afghanistan
Indes bestätigte der afghanische Präsident Hamid Karsai gegenüber der internationalen Presse, dass es Gespräche mit den Taliban gebe, um für sein Land einen stabilen Frieden zu erreichen. US-Verteidigungsminister Robert Gates bestätigte am Sonntag, dass es solche Kontakte gibt. Er stelle sich "eine irakische Lösung" für das Land am Hindukusch vor. Demnach könnten die internationalen Truppen aus Afghanistan abziehen, wenn die inneren Machtverhältnisse geklärt wären und es zu einem ernsthaften Friedensschluss kommt.

Gepanzerte Geländewagen vom afghanischen Zoll festgehalten
Über ein Kuriosum in den deutsch-afghanischen Beziehungen berichtet die Welt am Montag. Demnach soll der afghanische Zoll 28 gepanzerte Geländewagen für deutsche Entwicklungshelfer festgehalten haben. Sie wurden jetzt als "Willkommensgeste" freigegeben, denn Entwicklungshilfeminister Dirk Niebel traf am Sonntag mit einer Delegation in Afghanistan ein. Niebel hatte aufgrund der Zoll-Aktion Entwicklungshilfe zurückgehalten. Diese soll jetzt ausgezahlt werden.

Bei den Isaf-Truppen setzen die Deutschen zurzeit 4.930 Soldaten ein. Unter ihnen sind 360 Reservistinnen und Reservisten.


Detlef Struckhof

Bild oben: Der Dingo 2 hat sich erneut als
zuverlässiger Schutz gegen Attentate bewährt
(Archivfoto: Bundeswehr, Kundus, flickr.com)

Bild unten: Generalmajor Markus Kneip.
Er ist am Wochenende aus dem
Bundeswehrzentralkrankenhaus Koblenz entlassen worden
(Archivfoto: Bundeswehr, Barbara Schöne)

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