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André Kotthaus bei Rettungsversuch ertrunken




Als Arzt war es seine Pflicht, Leben zu retten. Dr. André Kotthaus hat seines dafür gegeben. In Ghana befand er sich nach Informationen des Reservistenverbandes, um dort freiwillig als Arzt zu helfen. Regelmäßig nahm er für solche Einsätze Urlaub. Er war Notarzt und Rettungsschwimmer. "Deshalb hinterlässt die Tragik der Ereignisse bei uns ein großes Fragezeichen", sagt der Bremische Landesvorsitzende Tobias Scholz. "André ist für seine Werte gestorben. In meinen Augen war es heldenhaft, ins Wasser zu gehen, um einen anderen Menschen retten zu wollen."

Kotthaus soll mit Sanitätern in der Region Volta – im Südosten Ghanas – unterwegs gewesen sein, als eine Person zu ertrinken drohte. Flottillenarzt der Reserve Kotthaus bemerkte den Ernst der Lage und sprang umgehend ins Wasser. Die zu ertrinken drohende Person geriet jedoch in Panik und riss den erfahrenen Taucher, Schwimmer und Taucherarzt der Marine mit sich in den Tod. Auch ein zweiter Retter ertrank. Kotthaus wäre am 15. November 43 Jahre alt geworden. Er hinterlässt eine Frau und zwei Kinder. Scholz sagt: "Wir sind tief betroffen und geschockt. Wir werden seine Heldentat wahren und ihn in guter Erinnerung behalten. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie."

Kotthaus wurde am 28. Mai zum Bremer stellvertretenden Landesvorsitzenden im Reservistenverband gewählt. Er kümmerte sich um die Reservistenarbeitsgemeinschaften des kleinen Bundeslandes. In Bremerhaven war er regelmäßig als Reservistendienstleistender (früher: Wehrübender) aktiv.


Detlef Struckhof

Bild oben: Dr. André Kotthaus als Arzt
(Bildquelle: Privater Facebookauftritt).

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