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Anerkennung und Veteranen als Themen im Beirat




Er ist das Dach über 21 Vereinen und Verbänden im Umfeld der Bundeswehr: Der Beirat Reservistenarbeit. Unter der Leitung seines Stellvertretenden Vorsitzenden, Oberst a.D. Hartmut Raddatz, trafen sich die Repräsentanten der Mitgliedsorganisationen in Bad Honnef. Schwerpunkte waren die Ministerworte zur gesellschaftlichen Anerkennung der Soldaten und die Veteranenpolitik.

Höhepunkt der Konferenz war die Ansprache und nachfolgende Diskussion mit dem Präsidenten des Reservistenverbandes, Roderich Kiesewetter MdB. Kiesewetter erklärte, dass er zunächst enttäuscht war über die in allen Medien verbreitete Äußerung de Maiziéres, Soldaten seinen süchtig nach Anerkennung: "Die wärmende Hand des Dienstherren war nicht zu spüren", sagte er. Aus seiner Sicht sieht er die Angelegenheit aber als bereinigt: "Für mich waren die Worte des Ministers in Königsbronn deutlich genug", stellte er fest, nachdem der Minister seinen Äußerungen im Zuge der Königsbronner Gespräche eine Klarstellung hatte folgen lassen. Einige Verbändevertreter äußerten sich kritisch zur Wortwahl des Ministers. Ihren Standpunkt brachte Generalmajor a.D. Servatius Maeßen als Abgesandter des Freundeskreises Luftwaffe auf den Punkt: "Wir müssen dem Minister nicht allzu viel Schonung zubilligen."

Veteranenpolitik: Zeit zum Handeln
In der Veteranenpolitik ist Kiesewetter mit der ministeriellen Definition des Veteranenbegriffes zufrieden. Mit den Worten "Wir brauchen keine plakativen Begriffe, sondern Inhalte", sah er jetzt die Zeit zum Handeln und forderte die Verbände auf, den Blick nicht nur auf die Problematik PTBS (Posttraumatisches Belastungsstörungen) zu lenken.

Veteranen transportieren Bild der Einsatzarmee
Die Veteranenpolitik war – nach den üblichen Sachstandsberichten der anwesenden 15 Verbandsvertreter – der zweite Schwerpunkt der Sitzung. "Wie können Veteranen das Verständnis der Bundeswehr als Armee im Einsatz in die Bevölkerung tragen?", fragte Oberst i.G. Robert Sieger, der Referatsleiter Grundsatzangelegenheiten Bundeswehr und Gesellschaft in der Abteilung Politik (Pol II 2) des Ministeriums. Er sieht sie als "gesellschaftliche Speerspitze" in der Kommunikation mit der Bevölkerung: "Wenn sogar die Grünen ein Seminar zum Thema Veteranen machen, und dazu Experten und Betroffene einladen, dann sehen wir, dass wir da etwas erreicht haben."

Die praktischen Aspekte kamen bei Oberstleutnant i.G. Thomas Buchmeier, Referent Betreuung und Fürsorge im Führungsstab der Streitkräfte II 3, zur Sprache: "Was können wir für Veteranen tun?" Hierzu schlug der frühere Vorsitzende des Beirates und Vertreter des Freundeskreises der Artillerietruppe, Generalmajor a.D. Ekkehard Richter, ein "Forum Veteranen" vor – analog zu dem früheren Forum Wehrpflicht.

 

Wilhelm R. Schreieck

Bild oben:
Herzliche Begrüßung: Schon am Eingang hieß Gastgeber Oberst a.D.
Hartmut Raddatz (l.), der Stellvertretende Vorsitzende des Beirats Reservistenarbeit,
Präsident Roderich Kiesewetter MdB willkommen.
(Foto: Wilhelm R. Schreieck)

Bild Mitte:
"Für mich waren die Worte des Ministers in Königsbronn deutlich":
Präsident Roderich Kiesewetter MdB (stehend) bei seiner Ansprache
während der 47. Sitzung des Beirates; links: der Stellvertretende Vorsitzende
des Beirats Reservistenarbeit, Oberst a.D. Hartmut Raddatz.
(Foto: Wilhelm R. Schreieck)

Bild unten:
Veteranenpolitik diskutierte Oberstleutnant i.G. Thomas Buchmeier (l.),
Referent Betreuung und Fürsorge im Führungsstab der Streitkräfte II 3,
mit den Vertretern der Verbände, hier (v.l.n.r.) dem Bundesgeschäftsführer
des Reservistenverbandes, Hans Uwe Mergener, Ekkehard Richter,
Vorsitzender des Freundeskreises der Artillerietruppe, und Generalleutnant a. D.
Dr. Klaus Olshausen, Präsident des Bundes Deutscher Pioniere.
(Foto: Wilhelm R. Schreieck)

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