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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Attraktives Angebot motiviert Reservisten für Mittlerrolle




Der überwiegende Teil der Mitglieder im Reservistenverband ist nicht beordert. Der Verband ist deshalb die militärische Heimat für alle, die der Bundeswehr auch nach ihrer aktiven Dienstzeit nahe stehen und sich für die Truppe als Mittler in der Gesellschaft einbringen wollen. "Dazu bedarf es motivierter Reservisten", sagt Gerd Höfer, Präsident des Reservistenverbandes. Er mahnt deshalb attraktive Angebote der Bundeswehr für nicht beorderte Reservisten an.

Generalleutnant Günter Weiler hat in einem Interview zur künftigen Rolle der Reservisten Stellung genommen – wir berichteten. Der Stellvertreter des Generalinspekteurs und Beauftragte für Reservistenangelegenheiten hob in dem Interview die Mittlerrolle auch für die künftige Reservistenkonzeption hervor. Er sagte: "Die Rolle als Mittler, sozusagen als Bindeglied zwischen Bundeswehr und Gesellschaft ist und bleibt auch zukünftig ein wesentliches Aufgabenfeld der Arbeit für und mit Reservisten." Die Bundeswehr brauche alle Reservisten, um die sicherheitspolitischen Zusammenhänge sowie das Wecken von Interesse für die Sicherheitspolitik und das Werben für die Streitkräfte zu vermitteln. Die Reservisten sollen dabei auch die Bundeswehr als möglichen Arbeitgeber herausstellen.

"Das ist schon immer unser Kernauftrag gewesen", sagt Gerd Höfer. "Es ist gut, dass sich daran nichts ändern wird und General Weiler das große Potential, das in unserem Verband vorhanden ist, weiterhin nutzen möchte." Allerdings müssten dazu von der Bundeswehr Angebote auf hohem Niveau und in ausreichender Anzahl für die nicht beorderten Reservisten zur Verfügung gestellt werden. "Für die Motivation unserer Reservisten ist es unerlässlich wichtig, dass Truppenbesuche, Schießplatzaufenthalte, Märsche, Wettkämpfe und Sanitätsausbildung stattfinden. Erst ein solches Angebot macht den Reservistenverband für ehemalige Soldaten attraktiv. Dies nützt dann letztlich der Bundeswehr. Nur motivierte Reservisten werden überall über ihre guten Erfahrungen mit der Truppe berichten und so vor allem zur Nachwuchsgewinnung beitragen können", mahnt Höfer. Mit der neuen Konzeption der Reserve sei die Bundeswehr auf einem guten Weg. "Doch letztlich muss das Papier, dass wohl Ende November vorgestellt werden wird, anschließend von den Entscheidern in der Fläche umgesetzt und mit Leben erfüllt werden. Dazu bedarf es Personal, Material und Geld. Beim Personal werden wir uns umfassend einbringen, wenn es dafür genügend Dienstliche Veranstaltungen geben wird", so Höfer. Er nennt ein aktuelles Beispiel: "Bei der Deutschen Reservistenmeisterschaft Mitte des Monats in Daaden und Weilburg bestand die Masse des Personals aus wehrübenden Reservisten. Ohne sie hätte die Bundeswehr diese Veranstaltung mit über 1.000 Teilnehmern nicht stemmen können."

Detlef Struckhof

Bild oben: Generalleutnant Günter Weiler (rechts) gab in
Daaden während der Deutschen Reservistenmeisterschaft
viele Interviews. Der Präsident des Reservistenverbandes,
Gerd Höfer (links), war an seiner Seite (Foto: Barbara Damm).

Archivbild unten: Gerd Höfer, Präsident des
Reservistenverbandes, im Gespräch
(Foto: Bernd Schoelzchen, Loyal).

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