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Auf den Spuren der deutschen Luftlandeoperation auf dem belgischen Sperrfort Eben Emael am Albert-Kanal




Am 21.07. machten sich etwa 60 Kameraden der Landesgruppe Saarland auf den Weg nach Belgien. Es war die Wiederholung einer Informationsfahrt, die die RK Spiesen-Elversberg bereits im April 2012 durchgeführt hatte. Anstelle eines aktuellen Berichtes, hier der Bericht von Tina Theobald von der RK Hassel, welcher auf der website der RK Spiesen-Elversberg eingestellt ist:
Gerne nahmen wir die Einladung unserer Kameraden der RK Spiesen-Elversberg an.
Am 26. März ging es schon morgens früh, im gemeinsamen Bus los, in Richtung Belgien. Nach etwa der Hälfte der Strecke wurde eine Pause, natürlich nicht ohne ein zünftig saarländisches Frühstück, eingelegt. Am späten Vormittag erreichten wir die belgische Verteidigungsanlage am Albertkanal, zwischen Lüttich und Maastricht. Fort Eben Emael.

Nach einer kurzen Begrüßung durch Fw d. R. Dieter Heckmann, der schon viele Jahre als deutschsprachiger Führer tätig ist und zum Vorstand des Freundeskreises dieser geschichtsträchtigen Festung gehört, begann die Führung durch die unterirdischen Katakomben des Forts. Schon nach kurzer Zeit wurde uns allen klar, dass unser fachkundiger Führer sich nicht nur durch sein fundiertes Wissen hervorhebt, sondern dass er uns alle durch seine so bewegenden und detailgetreuen Schilderungen in seinen Bann zieht.
Nachdem wir über die Lage am frühen Morgen des 10. Mai 1940 informiert wurden, ging es durch karg beleuchtete kilometerlange Gänge und über ewiglange Treppen. Vorbei an Aufzügen, Geschützen, Mannschafts- und Offiziersunterkünften, Aufenthaltsräumen, Meldezentrale, Toilettenanlagen und Waschräumen. Hier gelang es Herrn Heckmann in beeindruckender Weise im Innern des Forts, die Schlüssel für den deutschen Erfolg deutlich zu machen: eine sorgfältige Planung und Vorbereitung der Angriffsoperation, die Durchführung durch eine Elitetruppe, in der jeder ein selbständig denkender und im Sinne der übergeordneten Führung entschlossen handelnder Einzelkämpfer gewesen ist, absolute Geheimhaltung und neuartige Kampfmittel, bis zu 50kg schwere Hohlladungssprengmittel.
Zum Ende der ausgedehnten Führung durch das unterirdische System, vernahmen wir ein lautes Donnern. Es war der Lärm von Sprengungen und des herabstürzenden Treppenhauses, nach Detonation einer 50 kg Hohlladung. Eine beeindruckende Simulation.
Außerdem konnten wir zahlreiche Exponate, angefangen von Waffen und Munition über Bücher, Pläne und sonstige Zeitzeugen in Augenschein nehmen.
Die Anlage verfügt über ein 5 – 6 km großes unterirdisches System aus Gängen und Räumen, um die jeweils 700 – 1000 Soldaten beherbergen zu können.
Nach einer kurzen Pause ging es dann auf die 75ha große Oberfläche des Forts, auf der uns auch sehr anschaulich, von Oberst d. R. Udo Lauer, der Verlauf des Angriffes auf die einzelnen Werke erklärt wurde. Hier zeigte sich das Ausmaß der Wehranlagen und der militärischen Leistung des Überraschungsangriffs der deutschen Soldaten vom 10. Mai 1940. Diese haben in herausragender Weise den Angriff mit damals erstmals eingesetzten Waffen und Waffenträgern geführt und überraschend schnell die Kapitulation des Forts erreicht.
Am frühen Abend folgte dann die Rückfahrt in Richtung Deutschland. Zu Hause angekommen ließen wir den Abend, nach der Verlegung in eine gemütliche Gaststätte, in kameradschaftlicher Runde ausklingen.
Für diesen beeindruckend interessanten, aber auch anstrengenden 😉 Tag, hier nochmals einen herzlichen Dank an unsere Spieser Kameraden. Besonders dem Organisator, der für die reibungslose Planung und Durchführung verantwortlich war, den HG d. R. Ludwig Schäfer.
 

Text: Tina Theobald
(kopiert von der website der RK Spiesen-Elversberg, Andreas Schneider, 29.07.2012)

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