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Auf der Laufstrecke für die, die nicht laufen können

In Zeiten der Corona-Pandemie ist das Engagement für Andere besonders wichtig. Wenn man dies auch noch mit körperlicher Betätigung verbinden kann, dann ist das besonders lohnend. Beim „Wings for Life World Run“ werden durch die Läuferinnen und Läufer nicht nur Kilometer, sondern auch Spendengelder für die Rückenmarkforschung gesammelt.

Jeder für sich, alle zusammen für die gute Sache: Das Laufteam Bundeswehr und Reservisten um Teamgrüner Oliver Muhs (r.) mobilisierte 162 Läuferinnen und Läufer.

Fotos: privat

laufenrunningSpendenlauf

Im vergangenen Jahr fand sich das Laufteam Bundeswehr und Reservisten zusammen und nahm als erste öffentlichkeitswirksame Aktion an diesem Spendenlauf teil. Doch während damals „nur“ 38 Kameradinnen und Kameraden an den Start gingen, konnten für den Lauf am vergangenen Sonntag 162 Laufbegeisterte gewonnen werden, die für die Rückenmarkforschung 2.070 Kilometer gelaufen sind und eine Spendensumme von 5.060,30 Euro erzielt haben. Die Spenden werden von den Teilnehmenden selbst eingebracht und fließen neben der Rückenmarksforschung auch in die Heilung von Querschnittslähmung. In der Gesamtwertung kam das Team auf einen sehr guten 34. Platz von mehr als 5.000 Teams weltweit. Insgesamt waren für den Lauf 184.236 Läufer registriert und haben 4,1 Millionen Euro erlaufen.

Wie bereits 2020 war Pascal Kober mit in der Mannschaft von Teamgründer Oberstleutnant Oliver Muhs und Fregattenkapitän Anke Mies. „Das Laufteam Bundeswehr und Reservisten macht für jedermann sichtbar, wie eng Reservistinnen und Reservisten und aktive Soldatinnen und Soldaten miteinander verbunden sind. Als Stellvertreter des Präsidenten des Reservistenverbandes ist das ein Aspekt, der mich besonders freut“, sagte Kober. „Es war mir auch in diesem Jahr eine besondere Ehre und Freude, Teil dieser tollen Gruppe sein zu dürfen. Großer Dank an alle Kameradinnen und Kameraden fürs Mitmachen.“

Dank kam auch von der Wings-for-Life-Stiftung: „Liebes Laufteam Bundeswehr und Reservisten, wir sind so überwältigt und berührt von Eurer Unterstützung. Das hilft uns bei unserer Arbeit als Stiftung wirklich so sehr, spendet allen Betroffenen so viel Hoffnung und bring uns alle zusammen hoffentlich unserem gemeinsamen Ziel eine Heilung für Rückenmarksverletzungen zu finden einen großen Schritt näher“, schrieb Sabine Schmalschläger, Country Development Manager Germany.

Über den Lauf

Der Lauf, der seit 2014 stattfindet, wird weltweit durchgeführt und ermöglicht es, verschiedenste Distanzen zurückzulegen, nämlich so lange bis man von dem virtuellen Catcher Car eingeholt wird, ohne dass es eine festgelegte Strecke gibt – mehr erfahren. Gerade in Zeiten von Corona können so die Anforderungen an den Gesundheitsschutz eingehalten werden.

Unterdessen hat das Laufteam Bundeswehr und Reservisten schon den nächsten Lauf fest im Visier: Vom 4. bis zum 11. September findet der zweite Spendenlauf des Laufteams statt. Informationen zu diesem Lauf und zum Laufteam unter bundeswehrundreservisten.de.

Weitere Stimmen

Der Kommandeur des Zentrums Innere Führung in Koblenz, Generalmajor André Bodemann, ist militärischer Schirmherr für den 2. Spendenlauf im September: „Als militärischer Schirmherr 2021 des Laufteams der Bundeswehr und Reservisten war es für mich keine Frage dabei zu sein. Bei bestem Wetter waren auch wir am 9. Mai 2021 am Start für den „Wings for Life World Run“. Wir sind stolz als Team mit rund 160 Läuferinnen und Läufern einen kleinen Beitrag zur Rückenmarksforschung leisten zu können. Immerhin konnten wir mehr als 5.000 Euro an Spendengeldern beitragen. In diesem Jahr liefen wir aufgrund der Pandemie zwar erneut individuell oder in kleinen Gruppen, aber im Geist vereint als Team. Laufen, weil es Spaß macht und für einen guten Zweck! Was gibt es Besseres? Und im September startet dann unser eigner Lauf! Interesse, dabei zu sein?“

„Wow! Ich bin überwältigt von dieser Community. Zu wissen, dass man mit so vielen Menschen auf der Welt zur gleichen Zeit für einen guten Zweck läuft, ist regelrecht beflügelnd. Als Arzt hilft man Kranken und als Soldat kämpft man für die Schwächeren. In diesem Lauf wird beides vereint und ist somit ein Sinnbild meines Berufs. Proud to be part of it!“, fasst die Teamärztin des Laufteams, Oberstabsarzt Claudia Frenz, die Erfahrung zusammen.

 

 

„Laufen für diejenigen, die nicht laufen können mit dem Laufteam Bundeswehr und Reservisten ist mir eine Pflicht wie Ehre gleichermaßen. An einem herrlichen Sonnentag einen Beitrag für die Solidargemeinschaft und sich bewusstwerden, welch Privileg die Unversehrtheit ist, dafür trete ich mit dem Team an für Wings for Life“, so das Fazit von Generalmajor Gert Nultsch, Vizepräsident des Bundesamtes für Ausrüstung, Informationstechnik und Nutzung in Koblenz.

 

 

Das Laufteam Bundeswehr und Reservisten schlägt auch Brücken zu den Streitkräften im benachbarten Ausland. Mit Bona Halili-Schabauer lief eine ehemalige Soldatin aus Österreich mit beim Wings for Life World Run im Team Bundeswehr und Reservisten. „Schaffe Großes durch viele kleine Schritte – im wahrsten Sinne des Wortes. In der Gemeinschaft kann man mehr erreichen als alleine. Für mich persönlich ist es eine Bereicherung, ein Teil von diesem Team zu sein“, sagte die Kameradin aus Österreich.

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