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Ausstellung in Wesendorf: Kulturhistorisch bedeutsam

Die Militär-Historische Ausstellung in Wesendorf wird von Reservisten betrieben. Sie sind auf der Suche nach Hinweisen zu unerklärlichen Ausstellungsstücken.

Kai Jürges, Heide Lennartz-Begert, Sönke Begert und Berthold Metzele (v.l.n.r.) sind Teil des Museumsteams.

Fotos: Detlef Struckhof

Ausstellungmilitärgeschichte

Auf 400 Quadratmetern haben die Männer und Frauen der Reservistenarbeitsgemeinschaft (RAG) Waffen-Uniformen-Modelle mehr als 10.000 Exponate im Keller eines ehemaligen Stabsgebäudes ausgestellt. Bis Februar dieses Jahres wurden 1.565 Arbeitseinsätze in der RAG-Statistik vermerkt. Prominente Besucher waren zum Beispiel der aus Gifhorn stammende Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD), der Präsident des Reservistenverbandes Prof. Dr. Patrick Sensburg und natürlich der niedersächsische Landesvorsitzende des Verbandes sowie Vizepräsident für Militärische Ausbildung Manfred Schreiber.

In der Ausstellung erfahren die Besucher zum Beispiel in kurzweiligen Führungen, die schon mal zweieinhalb Stunden dauern können, was es mit dem Begriff 08/15 auf sich hat. Kai Jürgens sagt, als er das gleichnamige Maschinengewehr im Schutzraum des Gebäudes zeigt: „Im ersten Weltkrieg wurden erstmals alle Soldaten gleichermaßen an diesem Gewehr ausgebildet. Durch die Ausbildung daran: laden, entladen, Rohrwechsel, laden, entladen, Rohrwechsel wurde es zu einem Synonym für Eintönigkeit und Militärdrill.“

Einmalige, bewahrungswerte Stücke

Doch besonders macht die Ausstellung nicht der Abriss von Reichswehr oder Wehrmacht. „Das ist überhaupt nicht unser Schwerpunkt“, sagt RAG-Vorsitzender Sönke Begert. „Das Besondere ist die Vollzähligkeit der Bundeswehrgeschichte seit ihrer Gründung. Das bestätigte zum Bespiel das Bundesministerium der Verteidigung bereits im Jahr 1998. Außerdem bescheinigte uns Dr. Heiko Berger vom militärhistorischen Museum der Bundeswehr in Dresden in einem Gutachten aus dem Jahr 2021, dass wir hier einmalige Stücke hätten, die absolut bewahrungswert sind“, so der 70-Jährige voller Stolz.

Kai Jürges zeigt seinen Reservistenhut. (Foto: dest)

Begert ist einer der Köpfe hinter der Idee eines Museums des Reservistenverbandes. Er sammelt seit seiner Wehrdienstzeit bei der Marine in Flensburg im Jahr 1973 Bundeswehr-Exponate. 1992 haben sich mehrere Sammler zusammengefunden, um ihre Sammlungen zusammenzuführen. Und so findet sich in der Ausstellung zum Beispiel der Gesellschaftsanzug von Hans-Dieter Schwind. Schwind ist letztes noch lebende Gründungsmitglied des Reservistenverbandes. Er ist Oberst der Reserve und war Landesjustizminister in Niedersachsen.

Getragen wird die Ausstellung von zurzeit 14 RAG-Mitgliedern sowie 50 Unterstützern. Alles wird durch Spenden finanziert. So zeigt Kai Jürges seinen Reservistenhut, den er nach zwei Jahren Dienstzeit liebevoll gebastelt hatte. „Auf ihm sind die Fahrzeuge, die ich bei der Instandsetzungstruppe gefahren habe als Modelle aufgeklebt“, so der heute 60-Jährige.

Wer kann helfen?

Doch so manches Geheimnis konnte das Team noch nicht lüften. Deshalb fragt die RAG nun auch danach, ob jemand Hinweise geben könne. Begert zeigt einen Reservistenhut. „Auf mehreren alten Hüten ist das Gefreitenabzeichen alten Aussehens durch den Kragenspiegel gezogen worden. Das muss eine Bedeutung gehabt haben! Wir wissen nur nicht welche?“

Auch gibt es in der Sammlung ein Verbandswappen, von dem nicht bekannt ist, zu welcher Einheit es gehörte. Darum freuen sich Begert und Jürges über Hinweise. Der Reservistenverband will das unterstützen und lobt nun eine kleine Belohnung aus. Wer Hinweise zu diesen beiden Exponaten geben kann, sendet sie bitte bis zum 31. Mai 2022 an MHA-Wesendorf@web.de. Unter den Hinweisgebern werden drei prallgefüllte Verbandsturnbeutel ausgelost. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

 

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