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Brandenburg ruft Katastrophenalarm aus




Die Oder drückt gegen Deiche. Es gab bereits einzelne Schäden. Bundeswehr ist nicht gefordert.

Das Land Brandenburg hat an der polnischen Odergrenze im Landkreis Oder-Spree die Hochwasserstufe 4 und damit den Katastrophenalarm ausgelöst. Der Grund: Das Hochwasser der Oder hat im dortigen südlichen Oderabschnitt seinen errechneten Scheitelpunkt von 6,30 Meter erreicht und drückt nun gegen die Deiche. Es kam zu ersten kleineren Deichschäden. Doch Ministerpräsident Matthias Platzeck (SPD) sieht die Lage unter Kontrolle. Bei der zurückliegenden Oderflutkatastrophe im Jahr 1997 war er zuständiger Umweltminister des östlichen Bundeslandes – bringt deshalb die nötige Erfahrung und Gelassenheit mit.

Das Bundesland sieht zurzeit keine Veranlassung, die Bundeswehr anzufordern. Das Bundeswehr-Landeskommando Brandenburg hat inzwischen die interne Alarmierungsstufe 1 ausgerufen, heißt es dort. "Das bedeutet lediglich, dass wir unsere Meldewege überprüfen. Die Bundeswehr ist nicht angefordert worden und wir rechnen nicht damit, dass sich an dieser Lage etwas ändern wird", sagt Oberstleutnant Uwe Nowitzki, Leiter der Pressestelle in Potsdam, auf Anfrage des Reservistenverbandes. Da die Bundeswehr noch nicht angefordert ist, seien auch keine Reservisten einberufen worden.

Der Pegel in Frankfurt an der Oder bleibt derzeit sechs Zentimeter unter der Auslösemarke für die Alarmstufe 4. Da die Pegel dort nur gering ansteigen, ist noch unklar, ob der Katastrophenalarm ausgerufen wird.

Wie berichtet, ist das Landeskommando erst gefordert, wenn der Landrat eines Landkreises Unterstützung anfordert. Im Land Brandenburg ist das so geregelt: Der Landrat wird vom Leiter des Kreisverbindungskommandos – einem Reservestabsoffizier – beraten, wenn er die Unterstützung der Bundeswehr erwägt. Der Landrat fordert diese Unterstützung über das Landesinnenministerium an. Das Ministerium prüft zuvor, ob das Land noch über eigene Kapazitäten für eine Unterstützung verfügt. Die Bundeswehr darf nämlich nur eingesetzt werden, wenn die Bundesländer sich nicht mehr selbst helfen können. Wenn die Bundeswehr angefordert wird, kommen regelmäßig auch Reservisten zum Einsatz, die dann kurzfristig einberufen werden.


Detlef Struckhof

Archivbild: Bei der Oderflut im Jahr 1997
kam die Bundeswehr zum Einsatz. Dieses Jahr
ist damit nicht zu rechnen, heißt es
aus dem Landeskommando der Bundeswehr
in Potsdam. (Foto: VdRBw, Geschäftsstelle Leipzig)

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