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Bundestag: „Posttraumatische Belastungsstörungen“




Debatte um Kompetenzzentrum – Stigma für Soldatinnen und Soldaten oder notwendige Maßnahme?

Hinter der "Posttraumatischen Belastungsstörung" verbirgt sich eine schwere und lähmende Stressreaktion, die sogar zur Berufsunfähigkeit führen kann. Das Erleben einer oder mehrerer auslösender Ereignisse ist dabei eine rein subjektive Wahrnehmung, die Schwere dieser Faktoren ist also von Mensch zu Mensch sehr verschieden. Das Spektrum reicht von Kriegserlebnissen und Katastrophenfällen, Androhungen von Gewalt und Misshandlung bis hin zum Erleben von persönlichen Verlusten.

Das psychische Krankheitsbild PTBS (kurz für "Posttraumatische Belastungsstörung") kann auch aktive Soldaten und Reservisten in Ausnahmesituationen, wie einem Auslandseinsatz, treffen. Das dies keine Einzelfälle sind, sondern die Krankheit im Gegenteil weit verbreitet ist, zeigen die aktuellen Zahlen.
Das Bundesministerium der Verteidigung bestätigt: In den Jahren 2006 bis einschließlich 2008 wurden in den Bundeswehrkrankenhäusern 477 Soldatinnen und Soldaten mit einer "Posttraumatischen Belastungsstörung", die im Zusammenhang mit Auslandseinsätzen aufgetreten ist, untersucht beziehungsweise behandelt. Bei einer Gesamtzahl von 61.925 Soldaten in den Jahren 2006 bis 2008 in Auslandseinsätzen entspricht das einer Häufigkeit von 0,77 Prozent.
Vor diesem Hintergrund stellte die FDP-Bundestagsfraktion am 14. November 2007 bereits einen Antrag zur Errichtung eines Kompetenzzentrums: "Medizinische Versorgung der Bundeswehr an die Einsatzrealitäten anpassen – Kompetenzzentrum für Posttraumatische Belastungsstörungen einrichten". Dieser wurde am 9. Juli 2008 abgelehnt. Ein neuerlicher Antrag vom 17. Dezember 2008 wird am 12. Februar 2008 im Plenum des Deutschen Bundestages behandelt werden.
Wie beurteilen Sie die Debatte? Diskutieren Sie in unserem Forum oder schicken Sie eine E-Mail an online-redaktion[at]vdrbw.de.
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