DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Bundeswehr: Stunden der Wahrheit im Ausschuss




Am heutigen Mittwochmittag informiert Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg (CSU) den Verteidigungsausschuss des Bundestages über seine geplante Bundeswehrreform. Nach außen gedrungen ist bereits, dass der CSU-Minister die Truppenstärke um ein Drittel reduzieren und die Wehrpflicht aussetzen will. Als Ersatz plant er einen attraktiven Freiwilligendienst zwischen zwölf und 23 Monaten. Zurzeit hat die Bundeswehr noch rund 250.000 Soldatinnen und Soldaten.

Bekannt wurde nach Meldungen des Handelsblatts bereits, dass Generalinspekteur Volker Wieker das Beschaffungswesen der Truppe als "desaströs" bezeichnet hat. Der Vier-Sterne-General spricht von "zersplitterten Zuständigkeiten, Einflussnahme von außen und unzureichender Finanzausstattung".

Das Beschaffungswesen obliegt im Wesentlichen dem Bundesamt für Wehrtechnik und Beschaffung in Koblenz. Dabei handelt es sich um eine mit zivilen Beamten besetzte Behörde – sie hat rund 8.500 Mitarbeiter. Insgesamt gibt es bei der Bundeswehr neben den 250.000 Soldaten noch 75.000 zivile Beamte und Angestellte in der Wehrverwaltung. 47.938 Mitarbeiter sollen von den vormals rund 123.000 bis Ende dieses Jahres bereits abgebaut sein.

Ob es zu weiteren Einsparungen beim Personal in diesem Bereich kommen wird, ist noch offen. Die Kritik des Generalinspekteurs lässt einen solchen Schluss durchaus zu. Der Personalabbau dürfte hier jedoch schwieriger sein als bei den Soldaten. Bei den Mitarbeitern ohne Uniform handelt es sich durchweg um Beamte und langjährig Beschäftigte im öffentlichen Dienst. Sie können meist nicht entlassen werden.

Am Morgen tagte das Bundeskabinett und brachte sein Haushaltsbegleitgesetz für das kommende Jahr auf den Weg. Bis 2014 will Bundesfinanzminister Wolfgang Schäuble (CDU) 80 Milliarden Euro einsparen. Der Anteil der Bundeswehr soll 8,3 Milliarden Euro betragen. Minister zu Guttenberg will am späten Nachmittag vor die Presse treten.

Zu der heutigen Unterrichtung des Verteidigungsausschusses kam es auf Antrag der Oppositionsparteien, die sich bisher schlecht über die fünf Modelle zu Guttenbergs informiert fühlten. Weitere Berichte folgen am Freitag.


Detlef Struckhof

Bild: Verteidigungsminister zu Guttenberg
eilt zu einer Sitzung (Archivfoto: Barbara Damm)

Verwandte Artikel
Gesellschaft

Welche Arbeitgeber werden Partner der Reserve 2023?

Seit 2016 vergeben das Verteidigungsministerium der Verteidigung und der Reservistenverband jährlich gemeinsam öffentlichkeitswirksam die Auszeichnung „Partner der Reserve“. Der Preis...

02.12.2022 Von Redaktion
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 48

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

02.12.2022 Von Sören Peters
Gesellschaft

Kreativer Adventskalender: Jeden Tag ein Gruß an unsere Soldaten

Gemeinsam durch den Advent grüßen – unter diesem Motto steht der Online-Adventskalender der Initiative „Solidarität mit unseren Soldaten und ihren...

01.12.2022 Von Sören Peters