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Cior 2014: Reservisten beim militärischen Fünfkampf unersetzlich




Die Medaillen sind vergeben, der Wettkampf vorbei: Die Infanterieschule im fränkischen Hammelburg war Schauplatz des diesjährigen militärischen Fünfkampfes von Cior. Ob am Schießstand oder an der Hindernisbahn – ohne Reservisten lief nichts.

"Ohrenschutz anlegen! Ear protection!", ruft der Aufseher am Schießstand. "Load your weapons!" Dann zählt er herunter – von fünf bis null. Wenige Sekunden später hallt das sogenannte "rapid fire", eine schnelle Abfolge von neun Schuss in nur einer Minute, durch die Stille. Gar nicht so einfach für die drei Wettkämpfer, liegend mit dem Sturmgewehr vom Typ G3, die Zielscheibe zu treffen. Mit jedem Schuss den sie abgeben, zuckt der ganze Oberkörper zusammen. Das Schießen läutet den militärischen Fünfkampf ein.

Blaues Auge im Wettkampf
Oberstleutnant der Reserve Michael Michl gehört zur technischen Jury am Schießstand mit dem G3. Er weiß um die Tücken des Wettbewerbs: "Im Training und im Wettkampf gibt jeder Schütze insgesamt bestimmt mehr als 50 Schuss ab." Die Wucht bei jedem abgegebenen Schuss ist so groß, dass bei manchen die Schulterstütze gegen das Jochbein stößt. "Einige Schützen zucken schon vor dem Abfeuern zusammen, weil sie wissen, jetzt wird es wieder wehtun. Das gibt dann eben mal auch ein blaues Auge", schmunzelt Michl.

"Habe mich sofort gemeldet"
Am Schießstand mit der Pistole vom Typ P8 hat Hauptfeldwebel der Reserve Jürgen Olzog das Sagen. Er ist der Leitende am Schießstand und eigentlich beim Kreisverbindungskommando Neustadt an der Aisch/Windsheim beordert. "Als nach Personal für den Wettkampf gesucht wurde, habe ich mich sofort gemeldet", sagt er bestimmt. "Die Kommandos auf Englisch habe ich sogar zu Hause geübt." Dann konzentriert sich Olzog ganz auf den Wettbewerb, denn die Südafrikaner sind dran. Kurz darauf brettert ein Reservist mit dem Fahrrad über das Gelände und überbringt die Ergebnisse, damit die Namen der besten Schützen für alle sichtbar auf einem Großbildfernseher vor den Schießanlagen erscheinen.

Planer und Helfer bei Cior und MilCom
An der Hindernisbahn und beim Kleiderschwimmen – den beiden für die Zuschauer attraktivsten Disziplinen – waren Reservisten für den reibungslosen Ablauf verantwortlich. "Ohne meine Jungs hätte das nie geklappt", sagt der Stationsleitende der Hindernisbahn Leutnant der Reserve Georg Reisinger. Mit den "Jungs" sind Reservisten aus Franken gemeint, denn der Regionalstab Territoriale Aufgaben Nord (RegStab Nord) aus Nürnberg war in Hammelburg besonders gefordert. Etwa 30 aktive Soldaten und knapp 100 Reservisten besetzten alle Führungsgrundgebiete und stellten auch bei den Wettkämpfen das Organisationspersonal. Und: Bei den Cior-Empfängen in Fulda marschierten Fackelträger der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie aus Mittelfranken.

Reservisten eine große Stütze
Lob für diesen Einsatz gab es vom Kommandeur RegStab Nord, Oberst Edward-Errol Jaffke. "Die Reservisten aus Franken haben vor den Augen der internationalen Teilnehmerrunde von Wettkampfteams und Kongressteilnehmern, der Öffentlichkeit und in sehr guter Zusammenarbeit mit den aktiven Soldaten des RegStabs Nord und der Infanterieschule bewiesen, dass man auf sie zählen kann", so sein Fazit.


Rainer Zink / (ank)
 
Bild oben: Funktioner und Wettkämpfer am Schießstand
mit dem Gewehr G3 beim militärischen Fünfkampf 2014
in Hammelburg (Foto: Reservistenverband / Nadja Klöpping).

Bild 2: Oberstleutnant der Reserve Michael Michl passt für jeden
Wettkämpfer das Visier des G3 an. Er gehörte zur  technischen
Jury am Schießstand (Foto: Reservistenverband / Nadja Klöpping).

Bild 3: Am Pistolenschießstand. Ein südafrikanischer
Wettkämpfer beim "rapid fire", im Hintergrund ein
Funktioner (Foto: Reservistenverband / Nadja Klöpping).

Bild unten: Der Ehrenzug der RSU-Kompanie aus
Mittelfranken bei der Cior-Eröffnungszeremonie am
Domplatz in Fulda (Foto: Christian Janke).

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