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Covid-19 kann das Landesregiment nicht stoppen

Das Landesregiment Bayern besteht seit mehr als einem Jahr. Was hat sich seit der Indienststellung getan? Der Kommandeur Oberst d.R. Stefan Helmut Berger berichtet über die bisher gemeisterten Herausforderungen. Im Herbst dieses Jahres steht das Landesregiment vor einer großen Bewährungsprobe.

Symbolbild: Angetretene Reservisten bei der Indienststellung des Landesregiments Bayern in Roth.

Foto: Nadja Klöpping

Bayernlandesregiment

Die Bundeswehr hat das Landesregiment Bayern im April 2019 in den Dienst gestellt. Beim Pilotprojekt des Landeskommandos Bayern und des Reservistenverbandes hat sich seitdem viel getan. „Eine der wichtigsten Sachen ist, dass wir geeignete Infrastruktur in Wildflecken gefunden haben“, sagt Oberst d.R. Stefan Berger, Kommandeur des Landesregiments. Auf dem Kasernengelände in Wildflecken nutzt das Landesregiment ein eigenes Gebäude für den Stab. Es gibt eigene Waffenkammern und Liegenschaften zur Unterbringung der zehn Lkw. Diese hat das Landesregiment vor geraumer Zeit bereits erhalten. Den anliegenden Truppenübungsplatz kann das Landesregiment für Ausbildungsvorhaben nutzen. Die Reservistinnen und Reservisten können bei Bedarf in den Unterkunftsgebäuden der Kaserne untergebracht werden.

Wildflecken ein wichtiger Bezugspunkt

Oberst Stefan Berger, Kommandeur des Landesregiments Bayern.

Aus seiner Sicht von Oberst d.R. Berger ist Wildflecken ein wichtiger Bezugspunkt für das Landesregiment. „Wir haben mit dem eigenen Gebäude eine Identifikation unterlegt. Wir können die Infrastruktur nun nutzen dann mit dem gesamten Regiment üben“, erläutert der Kommandeur des Landesregiments. Ob Wildflecken letztendlich der endgültige Aufstellungsort des gesamten Landesregiments sein wird, wird erst am Ende des Pilotprojekts entschieden.

Eine wichtige Rolle für die zukünftigen Ausbildungsvorhaben spielt die Stabs- und Versorgungskompanie. Sie besteht seit dem 1. Oktober 2019. Sie versorgt das Landesregiment mit Verpflegung, Munition und ist für die Lkw zuständig. Bei der Stabs- und Versorgungskompanie sind etwa die Hälfte der 70 zu besetzenden Dienstposten noch zu besetzen. „Wir haben zwar schon eine gute Anzahl an Reservistinnen und Reservisten gefunden, haben aber weiterhin Bedarf an Reservisten“, sagt Oberst d.R. Stefan Berger.

Spannende Dienstposten

Das Landesregiment bietet zahlreiche spannende Verwendungsmöglichkeiten, auch für Soldatinnen und Soldaten mit speziellen Fähigkeiten. Ab dem 1. Juli wird die Unterstützungskompanie des Landesregiments Bayern in Wildflecken aufgestellt. Diese nicht aktive Kompanie bietet insgesamt 84 Dienstposten für spezialisierte Reservedienstleistende aus verschiedenen Teilbereichen, zum Beispiel Aufklärung, Pionierdienst und Scharfschützen. Als spezialisierte Unterstützungselement schafft diese Einheit die Basis für ein breites Einsatzspektrum des Landesregiments. Die Unterstützungskompanie wird unter anderem mit Aufklärungsdrohnen und mit schweren Erdarbeitsgerät ausgerüstet sein.

Des Weiteren schreitet das Landesregiment in puncto Ausbildung voran. Bisher haben drei Führerweiterbildungen stattgefunden. Die RSU-Kompanien des Landesregiments haben ihre allgemeinen militärischen Fähigkeiten trainiert, unter anderem bereits in Wildflecken. Weitere Ausbildungen stehen im Juli und August trotz der Coronavirus-Pandemie auf dem Dienstplan. „Wir müssen die geplanten Ausbildungen unter den strengen Covid-19-Bedingungen umsetzen. Das ist die absolute Herausforderung“, sagt Oberst d.R. Berger. Das bedeutet, der Mindestabstand muss eingehalten werden. Entsprechend werden die Angehörigen des Regiments nicht in eine Unterkunft, sondern auf mehrere Unterkünfte verteilt. Fahrzeugbewegungen und die Verteilung der Kompanien auf dem Truppenübungsplatz sind entsprechend den Regeln zu berücksichtigen.

Ausbildung im Verbund

Kommandeur Berger gibt sich trotz der erschwerten Bedingungen zuversichtlich, die Herbstausbildung erfolgreich angehen zu können. Diese wird eine Zwischenprüfung für das Landesregiment, bei der es zeigen soll, dass es im Verbund agieren kann. Zudem soll ausprobiert werden, ob in Wildflecken ein Ausbildungsstützpunkt für die territoriale Reserve aufgebaut werden kann. „Wenn wir es schaffen unter den Corona-Auflagen vernünftig auszubilden und zu üben, schaffen wir es auch unter Normalbedingungen“, ist sich Berger sicher.

Reservistinnen und Reservisten, die an einer Beorderung in der Unterstützungskompanie interessiert sind, wenden sich bitte unmittelbar an das Landesregiment Bayern S1: Lkdobyprojgrplrgtpersonal@bundeswehr.org bzw. Telefon: 089-3168-6512

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