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Das Militärmusikfestival 2007




Musik für den guten Zweck und Klänge für den Frieden – so lässt sich das Militär-Musik-Festival in der Kölnarena beschreiben, das am Dienstag, 6. November stattfand.
Unter der Schirmherrschaft des Bundesministers der Verteidigung, Dr. Franz Josef Jung, sorgten mehr als 500 musizierende Soldaten, unter anderem aus Großbritannien, Weißrussland, den USA, Schweden, Österreich und Indien für ein Programm mit Melodien unterschiedlicher Stilrichtungen, von klassischen Symphonien über Marschmusik bis hin zu Rock und Pop. Neben der Musik zeigte die Ehrenformation des Wachbataillons aus Siegburg den perfekten Umgang mit Karabinern und die Rhönradgruppe des TSB Flensburg eine Show mit diesen ungewöhnlichen Sportgeräten.
Zum 7. Mal kamen Musikkorps und -bands in die bis zu 20.000 Zuschauer fassende Arena in die Domstadt. "Seit dem Jahr 2001 hat die Völker verbindende Seite der Militärmusik durch das Militär-Musik-Festival in der weltoffenen Stadt Köln einen weiteren wichtigen Heimplatz gefunden", sagte Oberst Dr. Michael Schramm, Leiter des Militärmusikdienstes der Bundeswehr. "Dabei verbindet sich hier eine reiche interkulturelle musikalische Palette mit den opulenten Farben der Uniformen und spannenden Eindrücken zu einem grandiosen Fest für die Sinne", so der musikalische Leiter der Veranstaltung weiter.
Und Ralf Bernd Assenmacher, Vorsitzender der Geschäftsführung der Kölnarena Management GmbH, die in Zusammenarbeit mit der Bundeswehr das Festival veranstaltete, fügt hinzu: "Das Militär-Musik-Festival ist jedes Jahr ein Erlebnis aufs Neue. Die musikalische Vielfalt, die Begegnung von Kulturen aus so vielen Ländern der Welt – das ist immer eine sehr große Herausforderung für uns, aber auch ein wirkliches Fest. Unser Militär-Musik-Festival in Köln ist ein buntes Großereignis, das zur kölschen Kultur passt." Dieses Jahr wurde mit dem Benefizkonzert die Arbeit vom Deutschen Roten Kreuz Kreisverband Köln, unter dem Vorsitz von Renate Canisius, unterstützt.
Fundierte Moderation
Die Moderation in der Kölnarena übernahm Helmut Jaeger. Er gilt als Insider der Militärmusikszene und moderiert seit Jahren nationale sowie internationale Großveranstaltungen wie beispielsweise die NATO-Musikfeste in Mönchengladbach und Kaiserslautern und auch klassische Konzerte in der Bonner Beethovenhalle. Der Hauptmann der Reserve ist 1995 aus dem Dienst in den Streitkräften ausgeschieden, war beim Hörfunk des WDR und Südwestrundfunks tätig, unter anderem moderierte Jaeger "Wünsch Dir was" und "Abendmelodie". Er arbeitet als Regisseur in der Informations- und Medienzentrale der Bundeswehr.
Die Teilnehmer waren
Aus Deutschland:
Ehrenformation des Wachbataillons beim Bundesministerium der Verteidigung: Das Wachbataillon feiert in diesem Jahr sein 50-jähriges Bestehen und ist mit fast 1800 Soldaten das größte Bataillon der Bundeswehr. Seit der Aufstellung am 15. Februar 1957 müssen die Soldaten in nur 40 Tagen für den protokollarischen Dienst ausgebildet sein. Schnell muss jeder Griff am Karabiner, das Marschieren und sogar die Spannung im Körper bis zur Perfektion geübt werden. Getreu dem Motto des Wachbataillons: "Semper Talis", zu Deutsch stets gleich (gut).
Musikkorps der Bundeswehr aus Siegburg: Seit dem 1. Juli 2000 heißt das ehemalige Stabsmusikkorps "Musikkorps der Bundeswehr". Diese besondere Bezeichnung unterstreicht die zentrale Bedeutung des traditionsreichen Klangkörpers: als repräsentatives Konzertorchester vertritt es die Streitkräfte im In- und Ausland. Weiterhin wird das Musikkorps die Bundesrepublik Deutschland und die Bundeswehr im Protokollarischen Ehrendienst mit Schwerpunkt in Bonn und im westdeutschen Raum an herausgehobener Stelle und in besonders qualifizierter Weise vertreten.
Aus den USA:
76th U.S. Army Band: Die Militärkapelle des V. U.S. Korps, kurz V Corps Band genannt, wurde im Juni 1931 in Hawaii aufgestellt und diente bis 1947 im Einsatzbereich des mittleren Pazifik. Unter ihrem jetzigen Namen, 76th Army Band, wurde die Band ab 1952 in Europa, zunächst in Frankreich, und dann ab 1966 in Deutschland eingesetzt. Im Februar 1995 wurde sie dem Kommando des V. Korps unterstellt und von Kaiserslautern nach Wiesbaden-Erbenheim verlegt. Aufgrund interner Umstrukturierungen der U.S. Army in Europa wurde im Juli 2001 ein erneuter Umzug notwendig – diesmal in die Coleman Barracks nach Mannheim. Von März 2003 bis Februar 2004 versah die Band ihren Dienst im Irak.
In ihrer Eigenschaft als Militärkapelle ist sie für die Unterstützung bei militärischen Anlässen und Zeremonien zuständig. Darüber hinaus verstehen sich die Musiker aber auch als Botschafter des guten Willens und Repräsentant der U.S. Armee gegenüber der deutschen Bevölkerung. Das beweisen viele Konzerte, die es von der 76th U.S. Army Band in Deutschland und auch im benachbarten Europa gegeben hat. Das Spektrum der Veranstaltungen, bei denen die 40 Musiker ohne Gage auftreten, reicht vom Straßenfest, über Bühnenkonzerte, bis hin zu einem Fernsehauftritt im Musikantenstadl in Wien.
Aus Großbritannien:
Von der britischen Insel, ganz aus dem Norden, ist The Royal Regiment from Scotland in Köln dabei. In einer eindrucksvollen Bewegungsshow präsentieren sie ihre Musik. Die Band wurde 2006 gegründet, um die bisherigen Bands des Highlands und Lowlands zu ersetzen.
Zu Gast aus England ist das Drillteam Queens Colour Squadron, die in einer atemberaubenden Darbietung zeigen, wie gemeinsam eine Synchronität im Umgang mit dem Karabiner zu erreichen ist.
Aus Österreich:
Militärmusik Tirol: Die Militärkapellen in Tirol haben eine lange Tradition. Die Spielleute waren zu allen Zeiten die Begleiter der Tiroler Landesverteidiger und schon 1511, als Kaiser Maximilian die Tiroler Wehrverfassung geschaffen hatte, verfügte jede Kompanie über eine eigene Soldatenkapelle. Am 1. August 1957 wurde der damaligen 6. Jägerbrigade eine eigene Militärmusik zuerkannt. Viele Konzertreisen im In- und Ausland sowie einige Schallplattenaufnahmen trugen dazu bei, den Bekanntheitsgrad bis weit über die Grenzen Tirols zu steigern.

Text: www.bundeswehr.de / Streitkraeftebasis

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