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De Maizière: Lage im Iran ist besorgniserregend




Von Freitag bis Sonntag fand in München die 48. Internationale Sicherheitskonferenz statt. Im Vorfeld der Konferenz stellte die Zeitung DIE WELT Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière Fragen zur Bundeswehr und zur internationalen Sicherheitslage.

Zur militärischen Lage am Persischen Golf sagt er: "Die Lage ist besorgniserregend. Ich bin nicht ganz sicher, wie rational es in Teheran zugeht." Unter welchen Bedingungen Deutschland militärisch aktiv werde, beantwortet der Minister allgemein: "Es gibt keinen Katalog, der beschreibt, wann militärisch eingegriffen wird oder nicht. Eine so wichtige Frage muss in jedem Einzelfall gesondert beantwortet werden. Ich gehe davon aus, dass wir uns dabei nicht mehr allein auf unmittelbare deutsche Interessen berufen können. Es gibt darüber hinausgehende Erwartungen, sei es von den UN oder der Nato."

De Maizière sieht Deutschland indes nicht in einer militärischen Führungsrolle: "Wir sind keine Führungsnation. Wir sind wie Briten, Franzosen oder Italiener ein größeres Nato-Mitglied in Europa und spielen deshalb eine gewichtige Rolle."

Pläne für Bundeswehrreform sollen seriös sein
Für die laufende Neuausrichtung der Bundeswehr hat sich der Minister einen ehrgeizigen Zeitplan vorgenommen. "Wenn es gelingt, dass wir im ersten Halbjahr noch Feinausplanung, Personalstrukturmodell und Zeitplan für die Stationierung vorlegen, dann ist das sehr ehrgeizig. Ich versuche, die richtige Mischung zu finden zwischen Druck auf den Zeitplan und Qualität und Seriosität dieser Pläne." Zur Kritik aus dem Bundesfinanzministerium, die Reform werde zu teuer, will de Maizière nichts über die Presse verbreiten: "Ich bin dafür, dass man solche Debatten intern führt."

An der Münchner Sicherheitskonferenz nahm auch Roderich Kiesewetter, Präsident des Reservistenverbandes, teil.

Zum vollständigen Interview der Zeitung DIE WELT von Thorsten Jungholt, Torsten Krauel und Simone Meyer.

(dest)

Archivbild oben: Bundesverteidigungsminister Dr. Thomas de Maizière
im Gespräch während einer Bundespressekonferenz
(Foto: Bundeswehr, Bienert, flickr.de)

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