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De Maizière: Reservisten werden dringend gebraucht




"Vor dem Hintergrund einer sich ständig verändernden sicherheitspolitischen globalen Lage werden Auslandseinsätze der Bundeswehr auch in Zukunft unabdingbar bleiben", sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maiziere während eines Kurzauftritts vergangene Woche in Betzenstein. Der Minister sprach dabei ausschließlich über die Neuausrichtung der Bundeswehr, die mit der Aussetzung der Wehrpflicht begonnen und die bis 2017 abgeschlossen sein soll. "Jetzt beginnt die härteste Phase der Umsetzung", so de Maizière.

"Wir können nicht alle Probleme der Welt lösen, und schon gar nicht mit Soldaten", sagte de Maizière. Deutschland könne sich aber auch nicht mehr heraushalten und andere vorschicken. Das würde vor dem Hintergrund der Globalisierung niemand mehr verstehen. Deshalb sei die Neuausrichtung der Bundeswehr notwendig gewesen. Mit der Wehrpflicht sei dies alles nicht zu machen gewesen, verteidigte der Minister die Entscheidung seines Vorgängers. Vor allem wegen der Kürze des Grundwehrdienstes von nur noch sechs Monaten sei der Pflichtdienst kein geeignetes Instrument gewesen, um die Zukunftsaufgaben der Bundeswehr zu meistern.

Während der Flut waren Reservisten unverzichtbar
Für die Reserve bedeute die Neuausrichtung der Bundeswehr neben der Sicherstellung des Dienstes in den Heimatkasernen bei Auslandseinsätzen der stationierten Soldaten vor allem den Einsatz für den Heimat- und Katastrophenschutz. Die Flut im Juni habe gezeigt, wie dringend die Reservisten benötigt werden. Als weiteres Tätigkeitsfeld für Reservisten sehe er die Mittlerfunktion für die Belange der Bundeswehr in der Gesellschaft. "Gerade im urbanen Bereich, an den Universitäten oder in Großunternehmen benötigt unser Staat Menschen, die sich zur Bundeswehr bekennen", sagte der Minister zu den rund 100 anwesenden Reservisten.

Koschyk: Minister ist glaubwürdig und zuverlässig
Zuvor hatte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk, auf dessen Initiative de Maizière zu den Reservisten nach Betzenstein gekommen war, dem Minister eine hervorragende Arbeit bei der Umstrukturierung der Bundeswehr bescheinigt. De Maizière sei es gelungen die Bundeswehr neu auszurichten, ihre Effizienz zu stärken und auch neue Akzente im Umgang mit Reservisten zu setzen. "De Maizières Integrität, Glaubwürdigkeit und Zuverlässigkeit steht dabei in keinstem Fall im Zweifel", so Koschyk mit Blick auf die öffentlichen Diskussionen rund um die Beendigung des Euro-Hawk-Drohnen-Projekts.


Stephan Herbert Fuchs / Patrick Lindthaler

Bild oben: Der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk (links)
und Verteidigungsminister Thomas de Maizère (Mitte) mit
Oberstleutnant der Reserve Manfred Albinge, Beauftragter der Bundeswehr
für Zivil-Militärische Zusammenarbeit (ZMZ) beim
Kreisverbindungskommando der Stadt Bayreuth
(Foto: Stephan Herbert Fuchs).

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