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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Der Reservistenverband ist günstig, attraktiv und wächst




Kameradschaft leben. Gibt es ein besseres Argument dafür, Teil des stärksten Netzwerkes der Welt zu sein? Diese Frage können wohl nur die engagierten Reservistinnen und Reservisten beantworten, die im vergangenen Jahr fleißig Mitglieder geworben haben. Mit der Mitgliedergewinnungskampagne vom 1. April 2016 bis zum Jahresende ist Großartiges gelungen. Der Reservistenverband hat mehr als 2.500 Netto-Neuzugänge zu vermelden.

Eine der Neuen ist Johanna Griebel. Sie ist jung und engagiert sich in ihrer Freizeit als Reservistin. Sie dient in der Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie (RSUKp) Mittelfranken. Die angehende Pfarrerin möchte Militärseelsorgerin werden – wir berichteten. Ein guter Freund hat sie einmal zu einem Kameradschaftsabend der Reservistenkameradschaft (RK) Nürnberg eingeladen. Seitdem ist Johanna Griebel Mitglied im Reservistenverband. "Für 30 Euro im Jahr kann ich mich sicherheitspolitisch weiterbilden und meine Fitness verbessern. Ich dachte erst, das wäre ein Monatsbeitrag gewesen!", sagt die 23-Jährige.

Trend ist umgekehrt
In den vergangenen Jahren habe der Verband zum Jahreswechsel ständig einen Verlust an Mitgliedern festgestellt, zum Beispiel aufgrund von Todesfällen, sagt Oberst a.D. Dierk-Joachim Fell. Der Bundesgeschäftsführer des Reservistenverbandes fügt hinzu: "Diesmal ist es uns zum ersten Mal seit vielen Jahren gelungen, diesen Trend zu durchbrechen." Aus der Mitgliederstatistik geht hervor, dass der Verband zum Jahreswechsel 7.271 neue Mitglieder gewonnen hat. Dem stehen 4.737 Abgänge gegenüber. Somit führt der Reservistenverband 2.534 Kameraden mehr als zuvor in seinen Reihen. Einen großen Anteil daran haben die 62 Reservistenkameradschaften, die ihr vorgegebenes Ziel, das heißt 30 Prozent mehr Mitglieder, erreicht haben. Sie dürfen sich auf eine Prämie pro gewonnenes Mitglied freuen. Insgesamt 14 Kameradschaften wurden bundesweit neu gegründet.

Bremen bei Werbung erfolgreich
"Die Mitgliedergewinnungskampagne ist ein Erfolg", freut sich Oberst der Reserve Oswin Veith, Mitglied des Bundestages und Präsident des Reservistenverbandes. Aus diesem Grund soll die Mitgliederwerbung in diesem Jahr fortgeführt werden. Im vergangenen Jahr erhielten Werber und Geworbener eine Armbanduhr. Die Mitarbeiter der Bundesgeschäftsstelle sind derzeit dabei, einen anderen Preis für neu geworbene Mitglieder zu beschaffen. Erfolgreichste Landesgruppe bei der zurückliegenden Mitgliedergewinnungskampagne war Bremen. Ihr Vorsitzender Tobias Scholz freut sich. Er sagt: "Das ist eine tolle Gesamtleistung unserer Mitglieder. Darauf können sie wirklich stolz sein". Präsident Oswin Veith wird Scholz nun bald stellvertretend für die gesamte Bremische Landesgruppe nach Berlin einladen, um die Leistung zu würdigen. Wie es der kleinen Landesgruppe gelang, das vorgegebene Ziel zu erreichen, erklärt Scholz so: "Wir hatten gleich zu Beginn zwei feste Beauftragte für Mitgliedergewinnung und -betreuung installiert. Die Hauptgefreiten der Reserve Kristian Klein und Stefanie Schnakenberg haben unsere Reservistenkameradschaften unermüdlich betreut und motiviert. Mein Part war es, alle zwei Wochen über den aktuellen Stand der Kampagne zu informieren, eine Statistik an alle Reservistenkameradschaften zu senden und sie so zu motivieren, dass das Ziel erreichbar ist."

Betreuung ist Weg zum Erfolg
Flankierend veranstaltete die Landesgruppe Bremen insgesamt vier Neumitgliedertreffen. Scholz weiß, dass dies einer kleinen Landesgruppe sicherlich leichter fällt, als einem größeren Bundesland. Wichtig sei jedoch, dass die Reservistenkameradschaften und die Neumitglieder wüssten, dass sie betreut würden. "Das scheint uns gelungen zu sein, besonders unserer 'RK 3 – Militärhistorische Fahrzeuge'. Sie hat sich von rund 90 auf 130 Mitglieder vergrößert. Das hatte Strahlkraft auf die ganze Landesgruppe", sagt der Oberfeldwebel der Reserve.

Aufgenommen und integriert
Gut integriert hat sich auch Johanna Griebel gefühlt. "Anfangs war ich schon etwas nervös, aber am Ende waren doch alle sehr interessiert und haben mich gut aufgenommen", sagt die junge Reservistin.


spe / dest / bv

Symbolbild oben: Der Reservistenverbandes hatte
sich die Kameradschaft als Aufhänger für die
Mitgliedergewinnungskampagne genommen
(Foto: Archiv Reservistenverband-MGK).

Bild Mitte: Johanna Griebel ist Mitglied im
Reservistenverband (Foto: Benjamin Vorhölter).

Archivbild unten: Tobias Scholz ist Chef der Landesgruppe Bremen,
die erfolgreich Mitglieder dazugewonnen hat (Foto: Thomas Witte).

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