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Der Reservistenverband krempelt die Ärmel hoch




Nach der Aufstellung der ersten RSU-Kompanie in Bremen will sich der Verband der Reservisten voll in die Neuausrichtung der Bundeswehr einbringen und auch in Vorleistung treten, um die Bundeswehr unterstützen zu können. Präsident Roderich Kiesewetter formulierte dazu drei Botschaften an die Reserve und die Bundeswehr.

"Der Dienst in der Reserve hat sich verändert und wird sich weiter verändern", sagte Bundesverteidigungsminister Thomas de Maizière während des Aufstellungsappells der ersten Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie in Bremen. Auch der Reservistenverband müsse sich den neuen Aufgaben stellen und sich verändern, so sein Credo. Dies nahm Verbandspräsident Roderich Kiesewetter in seinem Grußwort zum Anlass, drei Botschaften zu formulieren. Er sagte: "Eine unserer Botschaften ist: Wir wissen, dass die Bundeswehr hohe Erwartungen an uns hat. Wir wollen dazu die Ärmel hochkrempeln und wir werden auch in Vorleistung treten." Mittelfristig benötige der Verband dazu jedoch entsprechendes Kernpersonal und mehr finanzielle Mittel und werde diesbezüglich "die eine oder andere Forderung an die Bundeswehr stellen".

Mitarbeit in RSU-Verbänden steigert Motivation
Kiesewetter hob in seiner Ansprache die Bedeutung der Reservisten für die Truppe hervor. "Eine weitere Botschaft des Verbandes ist: Heimatschutz und Sicherheitsvorsorge müssen auf viele Schultern verteilt werden. Der Reservistenverband ist eine davon. In Bremen ist für jeden sichtbar, wie diese Zusammenarbeit sowohl zwischen Landesgruppe und Landeskommando als auch den anderen Hilfsorganisationen funktioniert." Und das bereits seit mehreren Jahren, ohne dass dafür offizielle Strukturen geschaffen werden mussten. Dies sei ein gutes Signal an die gesamte Bundeswehr, was die Aufstellung der RSU-Kräfte betreffe. "In dieser Botschaft liegen große Chancen", so Kiesewetter. "Mit dem Wegfall der Heimatschutzkräfte litt die Motivation vieler Reservisten. Die neuen RSU-Kräfte binden die Reservisten nun wieder in die aktive Truppe ein. Reservisten können nun Reservisten ausbilden, sie führen Reservisten und die Beorderungen bringen Beförderungsmöglichkeiten. Das hebt die Motivation."

Arbeitgeber sollen besser informiert werden
Minister de Maizière wünschte sich in seiner Rede "eine starke Reserve, die es den Menschen ermöglicht, die in zivilen Berufen stehen, sich für die Sicherheit des Landes einzusetzen". Deshalb warb er für Verständnis und Unterstützung der Arbeitgeber, von denen einige als Gäste auf der Tribüne Platz genommen hatten. In einem Pressegespräch nach dem Aufstellungsappell nahm der Verteidigungsminister noch einmal konkret Stellung. "Wir sind in der Tat darauf angewiesen, dass die Arbeitgeber ihre Mitarbeiter freistellen. Das gilt auch heute schon für THW und Feuerwehren. Ich sage den Arbeitgebern: Menschen, die sich fürs Allgemeinwohl einsetzen, sind die besseren Mitarbeiter, denn sie lassen nicht pünktlich zum Feierabend die Kugelschreiber fallen, sie sind überall engagiert und bringen sich voll ein und sie wissen, was Kameradschaft ist." Verbandspräsident Kiesewetter kündigte an, dass der Reservistenverband "im kommenden Jahr einen Bundestag der Wirtschaft und Reserve veranstalten wird. Dort wollen wir für die Freistellung werben, denn wenn 90 Prozent der Führungskräfte der Wirtschaft selbst keinen Grundwehrdienst mehr geleistet haben, haben sie nur wenig Berührungspunkte zu den Streitkräften. Deshalb plädieren wir auch für mehr Durchlässigkeit zwischen Wirtschaft und Bundeswehr."

Zum ausführlichen Bericht über den Aufstellungsappell der ersten RSU-Kompanie

Detlef Struckhof

Bild oben: Die Reservisten der Landesgruppe Bremen (hinten)
sind zu ihrem Aufstellungsappell als erste RSU-Kompanie
in der Scharnhorst-Kaserne angetreten (Foto: dest).

2. Bild: Roderich Kiesewetter MdB ist der Präsident
des Reservistenverbandes. In Bremen richtete er ein Grußwort
an die Reservisten (Foto:dest).

3. Bild: Auf dem Weg zum Aufstellungsappell: Vizeadmiral Manfred Nielson,
Inspekteur der Streitkräftebasis (links), Bundesverteidigungsminister
Dr. Thomas de Maizière (Mitte) und Roderich Kiesewetter MdB,
Präsident des Reservistenverbandes (Foto: dest)

4. Bild: Rechtzeitig zum Appell fertiggestellt: Das Wappen der
Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskompanie
Bremen auf einem Aufsteller (Foto: dest).

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