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DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

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Der Reservistenverband richtet sich neu aus




Der Reservistenverband will sich für ein verpflichtendes Dienstjahr einsetzen. Außerdem verlegt er seinen Sitz von Bonn nach Berlin. "Wir sind jetzt der Verband für Reservisten und Veteranen", sagt Roderich Kiesewetter, der mit großer Mehrheit erneut zu dessen Präsidenten gewählt worden ist.

Am Samstag debattierte die Bundesdelegiertenversammlung des Reservistenverbandes in Hannover über die Berichte des Präsidiums und die Neuausrichtung "Wir sind keine Veranstaltung Einzelner. Uns verbindet das starke Band der Kameradschaft", sagte Kiesewetter. Um die Zukunft des Reservistenverbandes zu sichern, müsse er leistungsfähig bleiben. "Wir erwarten von der Politik, dass sie anerkennt, was bei uns ehrenamtlich geleistet wird", so der Bundestagsabgeordnete. Wichtig sei eine Diskussion um die Einführung einer Dienstpflicht. Kiesewetter: "Eine Gesellschaft, die von Terror bedroht wird und den demografischen Wandel spürt, kann nicht nur auf Freiwilligkeit setzen. Wir stehen für die Widerstandskraft unserer Gesellschaft und für demokratisches Engagement."

Verpflichtendes Dienstjahr gefordert
Die Delegierten beschlossen deshalb, dass sich der Verband für ein verpflichtendes Dienstjahr einsetzen wird. Damit ist ein verbindliches Jahr für junge Menschen gemeint, in dem sie sich für die Gesellschaft engagieren – das kann unter anderem in der Bundeswehr, in Blaulichtorganisationen oder im sozialen Bereich erfolgen.

Übertragung hoheitlicher Aufgaben möglich
Eine Reihe von Satzungsänderungen sollen den Verband als Partner und Dienstleister für die Bundeswehr unverzichtbar machen. So soll er mit seinen mehr als 110.000 Mitgliedern die Ausbildung von Reservisten übernehmen – zum Beispiel das Schießen mit Bundeswehrwaffen. Dazu soll mit der Bundeswehr verhandelt werden. Ein Signal an die Politik ist die Verlegung des Verbandssitzes von Bonn nach Berlin. Ab 2018 soll die Präsenz im Berliner Büro ausgeweitet werden. Kiesewetter sagt: "Signifikante Teile bleiben jedoch vorerst in Bonn."

Betreuung auch aller Veteranen
Ganz neu ist, dass der Reservistenverband auch alle Veteranen der Bundeswehr lebenslang und flächendeckend betreuen wird. Dazu werden bald die notwendigen Unterstützungsvoraussetzungen geschaffen und Gespräche mit der Bundeswehr und Veteranen geführt. Außerdem stellt der Verband den im Beirat organisierten Verbänden eine gemeinsame Plattform zur Verfügung, um die Reservistenarbeit gemeinsam voranbringen zu können.

Die Führungsriege
Das neue Präsidium besteht für die kommenden vier Jahre aus: Roderich Kiesewetter MdB (Präsident), Oswin Veith MdB (Stellvertreter des Präsidenten), Karl-Heinz Brunner MdB (Stellvertreter des Präsidenten), Fabian Forster (Vizepräsident für Betreuung und Fürsorge), Lutz-Georg Berkling (Vizepräsident für Verbandsorganisation und Weiterentwicklung), Dr. Stefan Knoll (Vizepräsident für Mitgliedergewinnung und -service), Sascha Rahn (Vizepräsident für Kommunikation und digitale Transformation), Christian J. Faul (Vizepräsident für sicherheitspolitische Bildung), Martin Hammer (Vizepräsident für militärische Ausbildung), Dr. Hans-Jürgen Schraut (Vizepräsident für internationale Zusammenarbeit), Michael Nebel (Bundesschatzmeister).


(dest)

Bild oben: Die Delegierten der Bundesdelegiertenversammlung
stimmen in Hannover über Satzungsänderungen ab
(Foto: Ralf Wittern).

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