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Die CIOR-Delegation auf der Fregatte Sachsen-Anhalt.

Foto: privat

CIORCIOR Presidency

Rund 40 Reserveoffiziere aus 17 Nationen haben am vierten In-Between-Meeting (IBM) der deutschen CIOR-Präsidentschaft teilgenommen. In Wilhelmshaven beschäftigten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer mit aktuellen sicherheitspolitischen Fragestellungen und bereiteten den bevorstehenden Sommerkongress in Athen vor.

Unter dem Eindruck des Krieges in der Ukraine regte CIOR-Präsident Kapitän zur See Jan Hörmann eine klare Positionierung an. Daraufhin wurde die „Wilhelmshavener Erklärung“ erstellt. Diese verurteilt Russlands Angriffskrieg und den völkerrechtswidrigen Einmarsch in die Ukraine scharf. Download als PDF (englisch)

Neben dem politischen Statement und der Vorbereitung auf den Kongress erarbeiteten die Reserveoffiziere wichtige Ergebnisse im Bereich „Cyber“.  Der niederländische Oberstleutnant Reimer van der Vlugt, im zivilen Leben CEO einer IT-Firma und Vorsitzender der CIOR-Cyber-Arbeitsgruppe, unterstrich die Notwendigkeit, die Fähigkeiten und Kenntnisse in diesem Bereich zu stärken. Ziel soll es, sein innerhalb der NATO eine Cyberreserve aus versierten Offizieren auszubilden, die sich während einer Bedrohungslage gegen ein oder mehrere Mitgliedsstaaten auf Anfrage gegenseitig unterstützen können.

CIOR-Präsident Jan Hörmann (r.) und Generalsekretär André Rosen bei der UNterzeichnung der Wilhelmshavener Erklärung. (Foto: privat)

Zusätzlich zum fachlichen Schwerpunkt gab es einen „militärisch-interkulturellen“ Höhepunkt für die internationalen Teilnehmenden in Form einer Überführungsfahrt der Fregatte „Sachsen-Anhalt“, dem neuesten Schiff der Baden-Württemberg Klasse F125, in die Werftanlage von Blohm & Voss in Hamburg. Über Nacht wurde die Strecke, die an der einzigen deutschen Hochseeinsel Helgoland vorbeiführt, zurückgelegt. Von dort gelangte das Schiff in die Elbmündung und an ihren vorgesehenen Bestimmungsort.

Die herzliche Aufnahme an Bord durch den Kommandanten, Fregattenkapitän Kay Beger, und seiner Besatzung Alpha wurde von allen sehr geschätzt. Die Freiheit, sich ungehindert an Bord bewegen zu können und jedem Crewmitglied Fragen stellen zu dürfen, wurde gern wahrgenommen und so fand ein intensiver Erfahrungs- und Wissensaustausch über Teilstreitkräfte und Nationen hinweg statt. Abgeschlossen wurde dieser Programmpunkt mit einem Empfang im Deutschen Marinemuseum, zu dem das Marinemusikkorps Wilhelmshaven auf besonderen Wunsch eine Abordnung entsandte. Von klassischen Tönen bis zu modernen Jazz-Stücken war die Bandbreite weit gefächert.

Mit einem Dinner am letzten Abend und der feierlichen Unterzeichnung der Wilhelmshavener Erklärung durch Präsident Hörmann und Generalsekretär Roosen gelang ein würdiger Abschluss des IBM, welches aufgrund der Pandemie die erste und letzte Präsenzveranstaltung auf der deutschen Präsidentschaft in Deutschland war. Im August wird in Athen der Vorsitz an Estland übergeben. Die Vorbereitungen laufen ab sofort auf Hochtouren.

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