DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

Deutsche Reservisten gewinnen den CISOR-Wettkampf in Slowenien




Mit reichlich Edelmetall im Gepäck sind die deutschen Militärsportler vom Wettkampf in Slowenien zurückgekehrt. Beim internationalen Kräftemessen der Unteroffiziere der Reserve belegten die beidens Team den ersten und den dritten Platz.

Nach Umfirmierung des europäischen Reserveunteroffiziersverbandes AESOR in den interalliierten Reserveunteroffiziersverband CISOR (Confédération Interalliée des Sous-officiers de Réserve) gab es auch beim alle zwei Jahre stattfindenden internationalen Wettkampf ein paar Neuerungen. So waren dieses Jahr erstmals alle Dienstgrade zugelassen. Der deutschen Mannschaft kam dies entgegen, da hier seit einigen Jahren sowieso alle Dienstgradgruppen gemeinsam für die CISOR- und CIOR-Wettkämpfe trainieren.

Nach einer intensiven Vorbereitungswoche am Ausbildungszentrum Infanterie in Hammelburg ging es mit dem Bus nach Vipava im Westen Sloweniens. An Bord waren die beiden deutschen Teams mit je drei Wettkämpfern unter der Führung von Stabsfeldwebel d.R. Franz Bessler und Oberfeldwebel d.R. Werner Drese. Am selben Abend noch wurde der Wettkampf durch Generalmajor Dr. Andrej Osterman, dem Chef der slowenischen Streitkräfte, feierlich eröffnet.

Am ersten Tag stand mit der internationalen 500-Meter-Hindernisbahn gleich die Königsdisziplin auf der Tagesordnung. Mit Laufbestzeit konnte das Team Deutschland 1, mit Oberleutnant d.R. Sven Wachow, Stabsunteroffizier d.R. Christian Fritzsche und Obergefreiter d.R. Thomas Kräuter, die erste Disziplin für sich entscheiden. Danach folgten Handgranaten werfen und Orientierungslauf (OL). Mit der drittschnellsten Zeit beim OL sicherte sich das Team Deutschland 1 auch die zweite Medaille des Tages.

Der zweite Tag startete mit dem Pistolenschießen: Fünf Schuss zur Ermittlung des Haltepunktes mussten reichen um anschließend auf 25 m liegend, kniend und stehend jeweils 10 Schuss in 30 Sekunden inklusive Magazinwechsel auf die Scheibe zu bringen. Dies gelang Team Deutschland 1 besser als allen anderen Mannschaften. Aus diesem Team schoss Oberleutnant d.R. Sven Wachow das beste Einzelergebnis und Stabsunteroffizier d.R. Christian Fritzsche wurde dritter. Beim anschließenden Gewehrschießen mit der Kalaschnikow AK-47 mussten auch wieder fünf Schuss reichen, um den Haltepunkt zu ermitteln. Geschossen wurden danach 15 Schuss Präzision in fünf Minuten und zehn Schuss in zwei Minuten mit einer Biathloneinlage. Heißt: Die Athleten hatten in der Zeit auch noch 200 Meter zu laufen und die zehn Schuss aufzumunitionieren.

Am besten unter allen 54 Wettkämpfern gelang die Präzisionsübung dem Stabsgefreiten d.R. Alexander Klass vom Team Deutschland 2. Seine Kameraden Hauptbootsmann d.R. Steffen Thiele und Stabsgefreiter d.R. Timm Lohmann behielten auch beim Biathlon die Nerven und schossen sich auf den zweiten Platz in dieser Disziplin. Abgeschlossen wurde der Tag mit einem Mannschafts-Geländelauf über fünf Kilometer. Lohn für die Anstrengung bei über 30 Grad Celsius waren der zweite (Deutschland 1) und der fünfte (Deutschland 2) Platz in dieser Disziplin.

Abschließende Disziplin war am dritten Tag das Schwimmen, bei dem ein Teammitglied eine Wasser-Hindernisbahn überwindet, während die anderen beiden die 50 Meter "flach" schwimmen. Auf der Hindernisbahn schwamm Stabsgefreiter d.R. Timm Lohmann die zweitbeste Zeit. Deutschland 1 war in Kombination das drittbeste Team.

Am Ende hieß es in der Gesamtwertung: Deutschland 1 mit großem Abstand vor Niederlande 2 und Deutschland 2. Deutschland 2 sicherte sich dabei den Sieg in der CISOR-Kategorie, bei der nur Unteroffiziere und Mannschaftsdienstgrade im Team sein dürfen. Detaillierte Ergebnisse und weitere Fotos gibt es unter www.cisor.info. Alles in allem war es eine gelungene Veranstaltung, bei der wieder viele internationale Kontakte ausgebaut oder neu geknüpft werden konnten.

Sportlich ambitionierte Reservisten aller Dienstgradgruppen, die in den kommenden Jahren den Kader verstärken wollen, sind gern bei uns im Training gesehen. Weitere Informationen bei der Geschäftsstelle Hammelburg: hammelburg@reservistenverband.de.


(Martin Hammer / Christian Fritzsche)

Bild oben:
Siegerehrung in Vipava: Medaillenregen für
die deutsche Mannschaft. (Foto: cisor.info)

Bild Mitte:
Königsdisziplin: Die Hinternisbahn.
(Foto: cisor.info)

Bild unten:
Drei der deutschen Militärsportler
beim Geländelauf. (Foto: cisor.info)

 

Verwandte Artikel
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 38

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

23.09.2022 Von Redaktion
Die Reserve

Zoom-Vortrag über die Bedeutung der Reserve

Zu einem Vortrag über die militärische Bedeutung der Reserve der Bundeswehr laden die Sektion Bonn der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP)...

22.09.2022 Von Redaktion / spe
Die Reserve

Video: Verbandspräsident steigt in "meIN FÜhrungsfahrzeug"

Der Präsident des Reservistenverbandes, Oberst d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg, ist Gast in der achten Folge von „meIN FÜhrungsfahrzeug“. Darin...

21.09.2022 Von Redaktion