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Die neuen RSU-Kräfte brauchen Fachleute




In Bayern werden noch in diesem Jahr Regionale Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) aufgestellt. Damit prescht der Freistaat als eines der ersten Länder vor, um die neue Heimatschutzkomponente der Bundeswehr mit Leben zu erfüllen. Der Reservistenverband sprach dazu mit Johannes Hintersberger, dem Vorsitzenden des Parlamentskreises Wehrpolitik der CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag. Hintersberger ist selbst Reserveoffizier im Range eines Oberstleutnants. Er schlägt eine Auszeichnung des Freistaates Bayern für besonders aktive Reservisten vor. Ein Interview.

reservistenverband.de: Herr Hintersberger, welche Anreize könnten geschaffen werden, um Reservisten eine gebührende Anerkennung für ihr Engagement zum Nutzen unserer Gesellschaft zuteilwerden zu lassen und die Wichtigkeit ihres Dienstes zu unterstreichen?

Johannes Hintersberger: Das große Engagement unserer Reservisten im Ehrenamt muss in unserer Gesellschaft wirklich stärker gewürdigt werden. Wir wollen diese Leistung der aktiven Reservisten gebührend anerkennen. Konkret schlage ich einen Tag der Reservisten im Maximilianeum unter der Schirmherrschaft der Präsidentin des Bayerischen Landtags vor. Auch könnte ich mir eine Auszeichnung für besonders aktive Reservistenkameraden gut vorstellen.

reservistenverband.de: Nachdem die Heimatschutzbataillone vor ein paar Jahren aufgelöst wurden, bekommt Bayern nun wieder Heimatschutzeinheiten…

Hintersberger: …was ich ausdrücklich begrüße! Die CSU hat sich immer für den Heimatschutz stark gemacht. Zusammen mit unserem bayerischen Innenminister Joachim Herrmann habe ich im Rahmen der Bundeswehrreform frühzeitig die Aufstellung eigener Reservisteneinheiten für den Heimatschutz gefordert und dies im Landtag eingebracht.

reservistenverband.de: Bayern ist damit eines der ersten Länder.

Hintersberger: Wir setzen auf die Potenziale unserer engagierten Reservisten und fördern den Aufbau aktiver Reservistenstrukturen. Unsere Reservisten werden künftig eine immer wichtigere Rolle spielen. So sollen 2013 in jedem Regierungsbezirk RSUKr aufgestellt werden. Unser Ziel ist es, die neue Reservistenkonzeption möglichst breit in der Bevölkerung zu verankern. Bayern ist und bleibt Bundeswehrland.

reservistenverband.de: Was werden die Arbeitgeber dazu sagen, wenn Mitarbeiter wegen etwaiger Einsätze oder Übungen vom Arbeitsplatz abwesend sein sollten, und welcher Ansatz sollte hier gewählt werden?

Hintersberger: Arbeitgeber sollten stolz sein – und die allermeisten sind es auch -, wenn sich ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter für das Allgemeinwohl engagieren. Im Sinne einer gelebten Corporate Social Responsibility appelliere ich an die bayerischen Unternehmen, aktive Reservisten in ihrer Belegschaft zu unterstützen. Zumal der Betrieb auch von den während einer Übung oder eines Einsatzes erworbenen Fähigkeiten und Erfahrungen profitieren kann. Das gilt auch für den öffentlichen Dienst, der aktive Reservisten durch Freistellungen und Lohnfortzahlungen unterstützt.

reservistenverband.de: Der Kampf um die besten Köpfe steht im Rahmen der Aufstellung der RSUKr im Vordergrund. Wird das aber nicht ein Kraftakt in einer Zeit, in der auch in den Unternehmen um die Leistungsstärksten geworben wird?

Hintersberger: Wir wollen qualifizierte, engagierte Frauen und Männer für den Dienst in der Reserve gewinnen. Vor allem bei der Bedienung schweren Geräts und von Spezialfahrzeugen der Bundeswehr, bei Logistikaufgaben und in der Kommunikationstechnik brauchen wir Fachleute. In Bayern können wir auf ein im Bundesvergleich einmaliges Potenzial von ehrenamtlich engagierten Reservistenkameraden zurückgreifen. Rund ein Drittel aller Mitglieder des Verbands der Reservisten der Bundeswehr stammt aus Bayern.

Das vollständige Interview erscheint im Mai dieses Jahres im Reservistenreport unseres Verbandsmagazins Loyal. Jetzt hier Mitglied werden oder hier die Loyal Abonnieren.

Das Interview führte Prof. Dr. Eberhard Grein.
Er ist der Pressereferent der Landesgruppe
Bayern des Reservistenverbandes.

Bild oben: Im Interview: Eberhard Grein (links) befragt
Johannes Hintersberger, Vorsitzender des Parlamentskreises
Wehrpolitik der CSU im Bayerischen Landtag
(Foto: Silke Knopp, CSU-Fraktion, Bayerischer Landtag).

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