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Dieser Reservist ist schon zum 14. Mal im Einsatz




Hauptmann d.R. Michael W. ist einer von sieben Reservisten, die an der Ausbildungsunterstützungsmission der Bundeswehr im Nordirak teilnehmen. Redakteur Benjamin Vorhölter sprach mit ihm über seine Aufgaben in Erbil.

Wie kommt es, dass Sie als Reservist im Auslandseinsatz im Nordirak sind?
Die Bundeswehrverwaltung beteiligt sich zur Unterstützung der Truppe an Auslandseinsätzen. Wir decken hier sehr viele Gebiete ab, beginnend mit Vertragsabschlüssen gegenüber zivilen Partnern im Einsatzland über die Personalbearbeitung des Zivilpersonals bis hin zur Bargeldversorgung des jeweiligen Kontingents. Diese Themenbereiche können auf Grund der Ausbildung nur durch Verwaltungspersonal der Bundeswehr abgedeckt werden.

Welche Aufgabe haben Sie? Wie lange dauert Ihr Engagement?
Ich bin im Moment als Leiter der Verwaltung (= Einsatzwehrverwaltungsstelle – EinsWVSt) im 7. Deutschen Einsatzkontingent Ausbildungsunterstützung Nordirak (7. DEU EinsKtgt AusbUstg N-IRQ) eingesetzt. Mein Einsatz dauert insgesamt viereinhalb Monate und umfasste Weihnachten und Neujahr sowie die Faschingszeit.

Was machen Sie beruflich, wenn Sie nicht im Einsatz sind?
Ich bin Beamter des gehobenen nichttechnischen Verwaltungsdienstes in der Bundeswehrverwaltung und Bereichsleiter Personalmanagement im Bundeswehrdienstleistungszentrum Veitshöchheim bei Würzburg.  

Inwiefern hilft Ihnen diese Tätigkeit bei Ihrer Funktion im Auslandseinsatz?
In meiner gesamten beruflichen Tätigkeit war ich viele Jahre als aktiver Soldat im Bereich Nachschub/Transport tätig. Die Kenntnisse aus meiner Zeit als Soldat und nun als Beamter der Bundeswehrverwaltung helfen mir im Einsatz sehr. Ich kann so bestens abschätzen, wie alle „ticken“, da ich die Arbeitsabläufe und Strukturen beider Seiten kenne. Diese Kenntnisse kann ich hervorragend für die in einem Auslandseinsatz wichtigen Themenbereiche umsetzen.

Wie oft waren Sie schon als Reservist im Einsatz?
Ich glaube, dass ist insgesamt mein 14. Auslandseinsatz als Reservist der Bundeswehr. Ich war bereits in Bosnien-Herzegowina, im Kosovo, in Djibouti und die letzten Jahre regelmäßig an allen Standorten der Bundeswehr in Afghanistan.

Wie haben Sie sich auf diesen Einsatz vorbereitet?
Ich habe im Jahr 2016 alle militärischen Ausbildungen und zivilen Lehrgänge besucht, die mich aus meiner persönlichen Sicht von Seiten meines Dienstherrn sehr gut auf das Szenario hier im Irak-Einsatz vorbereitet haben.

Was sagt Ihre Familie bzw. was sagen Freunde und was sagt der Chef (sofern vorhanden) zu Ihrem Auslandseinsatz?
Da meine Frau als Angehörige der Bundeswehr im Jahr 2016 selbst im Einsatz in Afghanistan war, finde ich vor allem bei ihr großes Verständnis dafür vor, dass die Verwaltung auch ihren Anteil an den Auslandseinsätzen der Truppe zu leisten hat. Von ihr werde ich ohne Wenn und Aber unterstützt. Meine Dienststellenleiterin unterstützt mich ebenfalls in vollem Umfang, auch wenn es sicherlich maßgebliche Einschränkungen in der Führung meines Bereichs gibt, solange ich hier im Einsatz bin.

Welche Erfahrungen oder Erlebnisse nehmen Sie (evtl. auch für Ihr berufliches Leben) aus dem Einsatz mit?
Kommunikation ist das "A und O" eines Einsatzes. Findet keine Kommunikation zwischen den Beteiligten vor Ort und auch den vorgesetzten Dienststellen in Deutschland statt, können die Ziele, die Deutschland mit unseren Einsätzen verfolgt, schwerlich erreicht werden. Dieser eigentlich selbstverständliche Aspekt hat mich in meinem gesamten Einsatzzeitraum begleitet und auch wieder viel Kraft und Engagement hier im Irak gefordert. Den Sachverhalt nehme ich für mich ganz bewusst mit nach Hause, da er auch in meiner Funktion als Personalchef in Deutschland eine bedeutende Rolle spielt.

Bild oben:
Hauptmann Michael W. an
seinem Schreibtisch in Erbil.
(Foto: Bundeswehr / Willi Blank)
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