DAS MAGAZIN

Monatlich informieren wir unsere Mitglieder mit der loyal über sicherheitspolitische Themen. Ab sofort können Mitglieder auch im Bereich Magazin die darin aufgeführten Artikel lesen!

Mehr dazu
DER VERBAND

Der Verband der Reservisten der Deutschen Bundeswehr (VdRBw) hat mehr als 115.000 Mitglieder. Wir vertreten die Reservisten in allen militärischen Angelegenheiten.

Mehr dazu

DRM 2013: Die Männer am Stacheldrahtzaun




Der Schauplatz: eine Wachstation in Brandenburg. Flandernzaun und Panzersperren flankieren die Schleuse – sie drosselt die Geschwindigkeit eines Fahrzeugs durch versetzte Hindernisse. Ein unbekanntes Auto nähert sich. Einer der Reservisten wirft das mobile Nagelbrett aus. Oberstleutnant Thomas Dillschneider erklärt: "Die Nägel sind verdammt scharf und innen hohl. Sie funktionieren wie Kanülen, die die Luft im Reifen sofort absaugen." Das Fahrzeug bleibt vor dem Brett stehen.

Papiere bitte!
Die Ausgangslage: Bedrohungsstufe Charlie. "Das heißt erhöhte Alarmbereitschaft. Helm, Splitterschutz und Gewehre. Mit Anschlägen ist zu rechnen", erklärt Dillschneider. Die aktive Truppe ist im Einsatz, die Regionalen Sicherungs- und Unterstützungskräfte (RSUKr) übernehmen. Wohl dem, der Personal hat, das Grenzen nicht nur überwinden, sondern auch setzen kann: Du kommst hier nicht rein. Zumindest nicht, bevor wir dich kontrolliert haben, so die Devise der Mannschaften an der Station "Wach- und Sicherungsaufgaben". Der Fahrer des Wagens ist ein Elektriker, der einen Auftrag in der Kaserne hat. Die Wache fordert: "Papiere bitte", der Mann kann sich ausweisen. Also rein in die Schleuse mit dem Fahrzeug. Erst wird der Fahrer durchsucht – eine Wache sichert mit dem Gewehr. Dann das Auto: Motorhaube, Kofferraum, Unterseite mit einem Spiegel. Am Ende darf der Mann passieren.

Die Reserve steht auch hier bereit
Wach- und Sicherungsaufgaben werden zukünftig zu den Kernaufgaben der RSU-Kräfte gehören. Als die Mannschaft weiter zur nächsten Station zieht, hebt Oberstleutnant Dillschneider diesen Punkt nochmal hervor: "Bei unserer Ausgangslage bindet so eine Station am Tag zehn Mann. Um die Aktiven im Einsatz zu entlasten, braucht es gerade hier die RSU-Kräfte." Manchmal muss man Grenzen ziehen; die Reserve steht auch hier bereit. Das haben die Mannschaften der diesjährigen Reservistenmeisterschaft bewiesen.

Dennis Hallac

Bild oben:  Grenzgebiete brauchen
besonders geschultes Personal (Foto: Dennis Hallac).

Bild unten: Die Mannschaft Oberpfalz kontrolliert
Person und Wagen in der Schleuse (Foto: Dennis Hallac).

Verwandte Artikel
Allgemein

Bundeswehr und Reserve - Newsblog KW 38

Was berichten die Medien in dieser Woche über die Bundeswehr und ihre Reserve? Welche Themen stehen auf der sicherheitspolitischen Agenda?...

23.09.2022 Von Redaktion
Die Reserve

Zoom-Vortrag über die Bedeutung der Reserve

Zu einem Vortrag über die militärische Bedeutung der Reserve der Bundeswehr laden die Sektion Bonn der Gesellschaft für Sicherheitspolitik (GSP)...

22.09.2022 Von Redaktion / spe
Die Reserve

Video: Verbandspräsident steigt in "meIN FÜhrungsfahrzeug"

Der Präsident des Reservistenverbandes, Oberst d.R. Prof. Dr. Patrick Sensburg, ist Gast in der achten Folge von „meIN FÜhrungsfahrzeug“. Darin...

21.09.2022 Von Redaktion