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Ehrungen für deutsche Marinesoldaten und US-Sanitäter




Das ist wahrlich eine Ehrung wert: Am 17. Dezember 2009 haben die Besatzungen des deutschen Marine-Versorgers Tender "Mosel" und des Minenjagdbootes "Laboe" 26 Seeleute aus Seenot gerettet. Dafür werden die Kommandanten der Marineschiffe von der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS) am 20. Mai in Kiel geehrt. Dies teilt die Marine aus Glücksburg mit. Stellvertretend für ihre Besatzungen bekommen Korvettenkapitän Michael Gierahn (38) und Kapitänleutnant Jens Geppert (36) die "Medaille für Rettung aus Seenot in Bronze" sowie eine Urkunde überreicht.

Das war passiert: Elf Seemeilen westlich des libanesischen Hafens Tripoli war das unter Panama-Flagge fahrende Viehtransportschiff "Danny F II" mit über 80 Mann Besatzung gekentert. Die beiden Marineschiffe, die sich zwecks des multinationalen Unifil-Einsatzes im Hafen von Beirut befanden, liefen nach Eingang eines Notrufs sofort aus. In der Nacht auf den 18. Dezember sowie in den folgenden zwei Tagen konnten bei widrigen Verhältnissen die 26 Schiffbrüchigen gerettet werden. Unter Einsatz ihres Lebens sprangen deutsche Marinesoldaten in die aufgewühlte See, um den hilflos treibenden Schiffbrüchigen zu Hilfe zu kommen. Für neun Seeleute kam jede Hilfe zu spät, sie konnten nur noch tot geborgen werden.

Indes verlieh Bundeswehr-Generalleutnant Bruno Kasdorf – Chef des Stabes der internationalen Schutztruppe Isaf – am vergangenen Mittwoch im nordafghanischen Kundus das "Ehrenkreuz der Bundeswehr für besonders herausragende Leistungen unter Einsatz von Leib und Leben" an 14 US-Sanitäter der Isaf-Truppe. Die Soldaten hatten am Karfreitag in der Provinz Kundus unter schwerem Beschuss der Taliban mit ihren Sanitäts-Hubschraubern drei tote und acht verletzte Bundeswehrsoldaten geborgen. Dieselbe Einheit war zwei Wochen später bei Kämpfen in der Provinz Baghlan im Einsatz, bei denen vier deutsche Soldaten getötet und fünf verletzt worden waren.

Bei dem verliehenen Ehrenkreuz handelt es sich um die zweithöchste Auszeichnung, die die Bundeswehr zurzeit vergeben kann. Es unterscheidet sich vom „Ehrenkreuz für treue Pflichterfüllung und überdurchschnittliche Leistungen“ durch eine rote Umrandung des Kreuzes. Soldaten können es erhalten, wenn sie Einzeltaten ohne Gefahr für Leib und Leben (silberfarbene Ausführung) beziehungsweise unter Gefahr für Leib und Leben (goldfarbene Ausführung) erbracht haben. Die Ehrenkreuze wurden erstmals an ausländische Soldaten verliehen. Dies hatte Bundesverteidigungsminister Karl-Theodor Freiherr zu Guttenberg angeordnet.

 

(dest / Marine / Bundeswehr / Isaf)

Bilder
Oben: Generalleutnant Bruno Kasdorf ehrt
US-amerikanische Sanitätssoldaten (Foto: IsafMedia/Stevenson)

Mitte: Medaille für Rettung aus
Seenot in Bronze (Foto: DGzRS)

Unten: Ehrenkreuz der Bundeswehr für besonders
herausragende Leistungen unter Einsatz
von Leib und Leben (Foto: Bundeswehr)

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