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Ein besonderer Preis für Reservisten: Übungsplatz Küche




Delikatessen kunstvoll auf Teller drapieren statt Tarnen und Täuschen im Gelände: Unter der Regie von Spitzenköchen der Bundeswehr pürierten, dekantierten und filetierten sieben Reservisten aus der Oberpfalz exotische Zutaten zu verlockenden Köstlichkeiten. Sie lösten damit einen interessanten Preis der Bundeswehr ein, den sie bei der Deutschen Reservistenmeisterschaft (DRM) im vergangenen Jahr gewonnen hatten: Zwei Tage Kochen mit den besten Köchen der Bundeswehr – der Koch-Nationalmannschaft – in Bückeburg.

"Sucht euch mal den Teller aus, der euch am besten gefällt!": Stabsunteroffizier Thomas Kucharski, Teamkapitän der Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr (KNM), schickt seine Schützlinge in den Nachbarraum, der die Requisiten für die Wettbewerbe enthält: Töpfe, Rührgeräte, Geschirr und vieles mehr, das er auf den Ausstellungen braucht. Derweil bearbeitet er die Rote-Beete-Koralle, die das Schweinefilet im Spinatmantel zieren wird.

Aufhübschen fürs Auge
"Warm gedacht, kalt gemacht", charakterisiert der Leiter der KNM, Kapitänleutnant Fred Kaspar Nett, die Idee der kalten Ausstellung: Die Ausstellungsstücke sind zum Anschauen, zwar aus echten Naturalien hergestellt, aber aufgehübscht – etwa durch Hochglanzspray oder, wie hier, eine wenig genießbare Konstruktion aus Stärke und Rote-Beete-Saft, die Hauptmann der Reserve Martin Schmid, Teamchef der DRM-Mannschaft aus der Oberpfalz, gerade kunstvoll an das Schweinefilet drapiert. "Wenn's liegt, nimm es nicht wieder weg", warnt Kucharski, als die Dekoration von der Pinzette rutscht, "das verschmiert bloß!"

Manöverkritik am Herd
Wie bei jeder militärischen Übung gibt es nach jedem Arbeitsgang auch eine Abschlussbesprechung, zu der sich die Profis mit ihren Schülern um die Präsentationen versammelt haben. "Ausbaufähig", kommentiert Oberstabsgefreiter Stefan Hilpert zufrieden das Werk seiner Arbeitsgruppe, aber Teamkapitän Kucharskis Kennerblick erfasst die Stolpersteine: Der Teller, den seine Koch-Lehrlinge für das Schweinefilet im Spinatmantel ausgesucht haben, will ihm gar nicht gefallen. "Kuck dir mal die Luftlöcher an", bemängelt er, "das gibt alles Minuspunkte!"

Training eint alle Wettkämpfer
Teamleiter Nett: "Nach dem Wettkampf ist vor dem Wettkampf". So verlassen seine Männer im KNM-Team elfmal im Jahr für eine Woche ihren Küchenmeister-Schreibtisch oder ihre Töpfe und Pfannen zum Kochtraining in Bückeburg. Für Hauptmann der Reserve Schmid und die rund zwölf Mann seines Kaders ist noch Zeit: Im September 2015 werden sie wieder zur Deutschen Reservistenmeisterschaft, diesmal im mittelfränkischen Roth, antreten. "Acht bis zwölf Wochen vor dem Wettkampf beginnen wir mit der Vorbereitung", sagt er. Nach dem 9. Platz in Torgelow (2011) und dem 6. Platz in Lehnin (2013) soll es in Roth weiter Richtung Edelmetall gehen. Den sportlichen Ehrgeiz teilt er sich mit Teamkapitän Kucharski, der gespannt auf den November blickt, in dem sich die KNM beim Culinary World Cup in Luxemburg der internationalen Konkurrenz stellen wird.

Der vollständige Beitrag erscheint in der November-Ausgabe der "loyal" im Reservistenreport.


Wilhelm R. Schreieck

Bild oben: Manöverkritik – Der Teamkapitän der
Koch-Nationalmannschaft der Bundeswehr, Stabsunteroffizier
Thomas Kucharski, mit seinen Spitzenköchen,
den Oberstabsgefreiten Alexander Nießen und Stefan Hilpert,
bewertet die Werke von Stabsunteroffizier der Reserve Jürgen Lang
und Stabsfeldwebel Werner Lippert – von links nach rechts
(Foto: Wilhelm R. Schreieck).

Bild Mitte: Hauptmann der Reserve Martin Schmid übt sich
am Garnieren einer Delikatesse (Foto: Wilhelm R. Schreieck).

Bild unten: In der Requisitenkammer –
Der Leiter der Koch-Nationalmannschaft
der Bundeswehr, Kapitänleutnant Fred Kaspar Nett,
präsentiert die zahlreichen Profi-Küchengeräte
(Foto: Wilhelm R. Schreieck).

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