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Die Flugzeuge der Flugbereitschaft des Bundesministeriums der Verteidigung (BMVg) sind die wohl in den Medien meist gezeigten Luftfahrzeuge der Bundeswehr. Immer dann, wenn zum Beispiel der Bundespräsident, die Kanzlerin, der Außen- oder Verteidigungsminister aus einem Flugzeug steigen, sieht der Zuschauer im Hintergrund eine weiße Maschine mit der Aufschrift "Bundesrepublik Deutschland". Diese Flugzeuge sind keine zivilen Maschinen, wie es gelegentlich fälschlich in der Presse berichtet wird. Es sind Luftfahrzeuge der Luftwaffe – deutlich an der Flugzeugkennung mit einem Eisernen Kreuz zu erkennen.

Die Heimat dieser Airbusse A319 und A340 sowie der Bombardier GLOBAL 5000 ist der militärische Flugplatz in Köln-Wahn. Doch es gibt auch graue Luftwaffenmaschinen vom Typ Airbus A310 für den Transport von Material und Personal. Das Besondere: Sie können auch zu Sanitäts-, (bekannt als MedEvac) Fracht- oder Tankflugzeugen umgebaut werden. Außerdem ist noch eine A310 als VIP-Maschine im Einsatz. Mit diesem Airbus flog Verteidigungsminister Thomas de Maizière kürzlich medienwirksam direkt nach Masar-i-Scharif. In Berlin gibt es des Weiteren Hubschrauber vom Typ Cougar AS532 für den Personentransport.

Ungewöhnlich: Militärischer Führer ist ein Kommandeur
Hinter dem Namen Flugbereitschaft verbirgt sich keine kleine Teileinheit eines anderen Fliegergeschwaders, sondern ein Verband in Regimentsstärke mit fast 1.100 Soldaten und zivilen Mitarbeitern. Ihm steht ein Kommandeur (Oberst, Besoldungsstufe B 3) vor. Es gibt eine Technische und eine Fliegende Gruppe. Warum der oberste Chef der Flugbereitschaft sich nicht – wie in anderen fliegenden Verbänden – Kommodore nennt, beantwortet der amtierende Kommandeur Oberst Helmut Frietzsche so: "Das ist wohl historisch gewachsen, so wie die Flugbereitschaft immer größer wurde. Ursprünglich waren wir nur eine Staffel, dann ab 1963 eigenständiges Bataillon und hatten somit einen Kommandeur als militärischen Führer. Seit 1974 sind wir ein Geschwader – der Chef blieb jedoch Kommandeur – warum ist nicht überliefert. Es macht mich jedoch unter den Geschwader-Kommodoren zu einem Exoten."

Reservisten werden gebraucht
Da die Flugbereitschaft BMVg ein vollwertiges Geschwader der Luftwaffe ist, benötigt sie zur Aufrechterhaltung der Dienst- und Durchhaltefähigkeit Reservistinnen und Reservisten. "Wir haben immer wieder Bedarf an qualifizierten Reservisten. Für die technische Wartung unserer Luftfahrzeuge setzen wir ehemalige Geschwaderangehörige ein, weil nur sie auf unseren Luftfahrzeugmustern ausgebildet sind. Doch in allen anderen Bereichen haben wir Platz für ehemalige Soldaten anderer Verbände", sagt der zuständige Personalstabsoffizier Major Matthias Sachs. Zurzeit gibt es rund ein Dutzend unbesetzter Beorderungsdienstposten für Mannschaften und Unteroffiziere mit und ohne Portepee. So sucht die Personalabteilung noch Luftumschlagsoldaten, Fluggerätemeister, Stabsdienst- und Verpflegungssoldaten, Materialbewirtschafter und Personalfeldwebel.

Interessierte können sich direkt an die zuständige Sachbearbeiterin, Hauptfeldwebel Sabrina Kämpfer, Rufnummer 02203-908-3180, wenden.

Weitere Informationen über die Flugbereitschaft BMVg
 

Detlef Struckhof

Bild oben: VIP-Maschine der Flugbereitschaft BMVg
vom Typ Airbus A310. Mit diesem Flugzeug der
Luftwaffe ist Verteidigungsminister Thomas de Maizière
kürzlich öffentlichkeitswirksam nach Masar-i-Scharif
geflogen (Foto: Bundeswehr, Scabell, Flickr).

Bild Mitte: Oberst Helmut Frietzsche ist der Kommandeur
der Flugbereitschaft BMVg mit Hauptsitz in Köln-Wahn
(Foto: Bundeswehr).

Bild unten: Das Wappen der Flugbereitschaft BMVg
(Foto: Bundeswehr).

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