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Ein engagierter Reservist – jetzt öffentlich geehrt




Manfred Frömel einer von 40 Spendensammlern des Volksbundes Deutsche Kriegsgräberfürsorge, ist, wie bereits berichtet, kürzlich vom Bundespräsidenten Christian Wulff für seinen ehrenamtlichen Einsatz geehrt worden.

Frömel ist Geschichtslehrer – und Reservist. 2009 hat er zum ersten Mal 40 seiner Schüler motiviert, für den Volksbund zu sammeln – und im Sammelergebnis sogleich den dritten Platz bundesweit belegt. Welcher Zusammenhang besteht für ihn zwischen einem Reservisten und einem Sammler für den Volksbund? "Tod und Gedenken", sagt er, "stehen jedem Offizier nahe, da man im Dienst jederzeit mit Kriegen und dann auch mit Verlusten rechnen muss. Oft steht man dann vor Gedenksteinen, die an Menschen erinnern, die nicht älter geworden sind, als man selbst ist."



Über das Treffen mit Bundespräsident Wulff sagt Frömel: "Diese Ehrung ist der Termin in meinem Leben schlechthin gewesen. Es war eine ganz besondere Ehre für mich als Mensch, mit der ich mich sehr herausgestellt fühle. Ein unvergleichliches Erlebnis."

Wegen deutscher Teilung zur Bundeswehr
Sofort nach seinem Abitur ging er 1987 als Offiziersanwärter zur Bundeswehr. Drei Jahre diente er als Soldat. Den Entschluss dazu hatte er gefasst, weil er in der Nähe der innerdeutschen Grenze groß geworden ist. Damals hatte sich  ihm das Bild eines großen verschlossenen Tores eingebrannt, das gelegentlich von Kampfhubschraubern umkreist wurde. Daraufhin beschloss er, später seinen Beitrag zum Schutz der Freiheit unseres Systems zu leisten, sich für die Demokratie einzusetzen.

Es ist nicht einfach, Wehrübungen zu leisten
Und auch heute noch ist der Geschichtslehrer als Reservist aktiv tätig: im Wehrbereichskommando 2, als Oberstleutnant im Dezernat für das Personalwesen – vertretungsweise. "Jedes Mal muss ich mich wieder neu einarbeiten, so dass es jedes Mal eine Herausforderung für mich bleibt." Überhaupt empfindet er es als schwierig, für Wehrübungen freigestellt zu werden. "Früher habe ich das Argument ‚Bund sticht Land‘ gegen die Schulleitung geführt. Doch ehrenamtliche Leistungen dieser Art werden einfach nicht genug gewürdigt. Daher findet sich jetzt nur noch in den Ferien Zeit für Wehrübungen – wenn ich ohnehin schon ausgebrannt vom Schuljahr bin."
Der Öffentlichkeit würde er eins gern sagen: "Ich wünsche mir, dass die Arbeitgeber mehr Verständnis für Reservisten aufbringen und uns leichter freistellen, wenn wir darum ersuchen. Immerhin dient es zum Erhalt von etwas, das uns allen am Herzen liegen sollte – den Erhalt des Friedens." Trotz aller Schwierigkeiten rafft er sich auch weiterhin dazu auf, sich in seiner Freizeit ehrenamtlich als Reservist zu engagieren. "Weil diese ehrenamtliche Tätigkeiten meiner Erziehung entsprechen. Und weil alles seinen Preis hat."

Informiert über ehemaligen Arbeitgeber Bundeswehr
Deshalb setzt sich Frömel auch in seiner Schule weiterhin für seinen ersten Arbeitgeber – dem er sich noch immer verbunden fühlt – ein: die Bundeswehr. So lädt er regelmäßig Jugendoffiziere in die Klassen ein, um seine Schüler über das "Berufsbild Soldat" zu informieren. Um neutral zu bleiben, lässt er dann allerdings auch Beauftragte für den Zivildienst kommen – neutrale Beratung sei eben wichtig.

Eva Jakubowski

Bild 1: Manfred Frömel
beim Eintrag ins Gästebuch des Präsidenten
(Foto: Manfred Frömel, privat)

Bild 2: Gruppenfoto mit dem Bundespräsidenten
(Foto: Manfred Frömel, privat)

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